Synodenpräsident weist Waldhäusl-Äußerungen scharf zurück

Synodenpräsident Peter Krömer: Einsatz für Fremde ist biblischer Auftrag. Foto: epd/Uschmann
Synodenpräsident Peter Krömer: Einsatz für Fremde ist biblischer Auftrag. Foto: epd/Uschmann

Krömer: Diakonisches Handeln an Fremden gehört essentiell zu Auftrag der Kirchen

St. Pölten (epdÖ) Scharf zurückgewiesen hat der Synodenpräsident der Evangelischen Kirche, Rechtsanwalt Peter Krömer, die Angriffe des NÖ-Landesrats Gottfried Waldhäusl auf Caritas und Diakonie. Waldhäusl hatte in einem „Standard“-Interview im Zusammenhang mit der Rückkehrberatung von Fremden gemeint: „Der Caritas oder auch der Diakonie solche Aufgaben zu übertragen ist, wie kleine Kinder mit Feuer spielen zu lassen.“ Diese „schweren Vorwürfe“ gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Hilfsorganisationen bezeichnet Krömer als „nichtbegründet“ und weist sie „aufs schärfste zurück“, heißt es in einem Brief des evangelischen Synodenpräsidenten an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und die Mitglieder der NÖ-Landesregierung.

Krömer erinnert an den biblischen Befund, „diakonisches Handeln an Fremden gehört essentiell zu den Aufgaben jeder Kirche“. Wenn Waldhäusl daher darauf hinweise, dass Caritas und Diakonie sich aktiv für Asylwerber einsetzten, werde damit bestätigt, „dass die Evangelischen Kirchen in Österreich, aber auch die Römisch-katholische Kirche ihrem Auftrag gemäß der Heiligen Schrift nachkommen“.

Angesichts der Ausführungen des NÖ-Landesrats stelle sich die grundsätzliche Frage, ob seitens der niederösterreichischen Landesregierung „in einer pluralistischen Gesellschaft diakonisches Handeln der Evangelischen Kirchen in Österreich – durch Einrichtungen der Diakonie Österreich – noch erwünscht ist“, so Synodenpräsident Peter Krömer. Der St. Pöltner Rechtsanwalt ist Präsident der Generalsynode der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich sowie der Synode der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Die Synode bzw. Generalsynode ist das höchste gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirchen.

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ISSN 2222-2464