Digitale Kirche

Bibel und Tastatur (Foto: ePa)

Kirche im digitalen Raum ist wichtig für die Zukunft der Kirche! Sie eröffnet neue Möglichkeiten, den christlichen Glauben zu leben und miteinander zu feiern. Und sie wird gefördert:

Bitte beachten Sie, dass zum jetztigen Zeitpunkt keine Anträge mehr möglich sind!

Innovationsfonds

Der Innovationsfonds Digitale Kirche fördert Projekte im Raum der evangelischen Kirche im Zeitraum von 2021 bis 2023 und wurde von der Evangelischen Kirche A. und H.B. in Österreich eingerichtet. Ab sofort sind keine Anträge mehr möglich, da das Geld für Projekte reserviert ist. Die Projekte, denen eine Förderung zugesprochen wurde, laufen jetzt.

Die vier Leitbegriffe der Förderung sind:

 Vernetzung 
 Sichtbarmachung 
 Kompetenzaufbau 
 Qualitätsberatung 
Die geförderten Projekte

Es geht um Projekte

  • bei denen sich Menschen vernetzen, weil sie sich über den Glauben und die (Digitale) Kirche austauschen möchten.
  • die evangelisches Leben in Österreich online sichtbar und zugänglich machen – für Menschen in der Kirche oder für Menschen, die bisher wenig mit der Kirche zu tun gehabt haben.
  • bei denen die Antragsteller*innen selber auch Neues ausprobieren und ihre digitalen Kompetenzen ausbauen wollen.
  • bei denen die Antragsteller*innen die eigenen digitale Angebote überdenken und qualitativ verbessern wollen.

Förderung

Wer konnte eine Projektidee einreichen?

Die Antragsteller*innen müssen Mitglied einer evangelischen Kirche sein (A.B., H.B., ev.-methodistisch). Nicht-evangelische Kooperierende können mitwirken, aber nicht federführend.

Alle volljährigen evangelische Einzelpersonen können Anträge stellen – Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Mitarbeitende, Privatpersonen. Bei Projekten, an denen mehrere Personen gemeinsam beteiligt sind, muss im Antrag klar erkennbar sein, wer die Projektverantwortung hat und wer als Ansprechpartner*in bereitsteht.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Projekte aus allen Bereichen der Digitalen Kirche. Bei den geförderten Projekten steht der Austausch im und über den (evangelischen) Glauben im Vordergrund, sowie die Gemeinschaft im Glauben. Die vier Leitbegriffe für die Förderung sind: Vernetzung, Sichtbarmachung, Kompetenzaufbau und Qualitätsberatung.

Technische Ausrüstung oder Software-Lizenzen können gefördert werden, wenn klar gezeigt wird, für welche inhaltlichen Ziele im Sinn der vier Leitbegriffe sie gebraucht werden.

Honorare für projektbezogene freiberufliche oder künstlerische Leistungen können gefördert werden. Personalkosten für Festangestellte der beantragenden Institution können nicht gefördert werden (auch nicht anteilig).

Die beantragende Person oder Institution muss kein eigenes Geld in das Projekt einbringen (kein Eigenmittelanteil).

Es kann ein Projekt pro Person/Gemeinde/Einrichtung beantragt werden. Bei Privatpersonen zählt die Gemeinde oder Einrichtung, der sie sich zuordnen. Bei regionalen oder landesweiten evangelischen Institutionen kann ein Projekt pro lokalem Standort gefördert werden. (Das soll dafür sorgen, dass eine Vielfalt von Personen und Einrichtungen in den Genuss der Förderung kommen kann.)

Was ist der Projektzeitraum?

Der Projektzeitraum umfasst: Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung des Projekts.

Es kann nur Geld für Rechnungen finanziert werden, die innerhalb des Projektzeitraums ausgestellt wurden. Die Projektverantwortlichen setzen den Projektzeitraum selbst fest.

Spätestens 6 Wochen nach dem Ende des Projektzeitraums müssen die Abrechnung und der Bericht zum abgeschlossenen Projekt eingereicht werden.

Schon abgeschlossene Projekte können nicht nachträglich gefördert werden.

In der Regel werden nur Projekte gefördert, deren Durchführung in der Zukunft liegt, genauer nach Antragsfrist.

Projekte, die schon laufen, werden im Einzelfall geprüft. Bitte nehmen Sie frühzeitig Kontakt auf zu qvtvgnyrxvepur@rinat.ng.

Wie wurde beantragt?

Das Antragsformular finden Sie untenstehend auf der Seite.
Außerdem brauchte man folgende Unterlagen (pdf-Dateien):

  • Stellungnahme (pdf-Datei) zum Projekt aus einer Gemeinde, einem evangelischen Werk, einer Superintendentur oder einer anderen evangelischen Einrichtung
    Mehr dazu beantworten wir unter Was ist die Stellungnahme zum Projekt?
  • Kosten-Kalkulation (pdf-Datei)
  • falls Sie auch technische Ausrüstung anschaffen wollen: Bestätigung der evangelischen Einrichtung (pdf-Datei), in deren Besitz die Technik oder Lizenzen übergehen
Was war die Stellungnahme zum Projekt?

Das ist eine Art Empfehlungsschreiben. Es geht darum, dass jemand kurz Stellung bezieht zu Ihrer Idee und Ihren Antrag unterstützt, der oder die nicht direkt im Projekt beteiligt ist.

Die Stellungnahme kann von einer evangelischen Einzelperson, von einer Gemeinde, von einem evangelischen Werk, einer Superintendentur oder einer anderen evangelischen Einrichtung stammen. Es kann sich um den Beschluss eines Gremiums handeln (z.B. Beschluss eines Presbyteriums). Aber auch evangelische Einzelpersonen können Stellung nehmen – Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Mitarbeitende, Privatpersonen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Digitale Kirche stehen für Stellungnahmen nicht zur Verfügung.

Bitte laden Sie die Stellungnahme als pdf-Dokument als Teil Ihrer Unterlagen im Antragsformular hoch.

Wann konnte man beantragen?

Die Antragsfristen sind:

  • Freitag, 30. April 2021
  • Montag, 30. August 2021
  • Dienstag, 30. November 2021
  • Montag, 28. Feber 2022
  • Dienstag, 31. Mai 2022
Wie lange dauerte es, bis man erfuhr, ob das Projekt gefördert wird?

Etwa sechs Wochen nach der jeweiligen Antragsfrist werden Sie über die Entscheidung verständigt.

Wer entschied?

Die Arbeitsgruppe „Digitale Kirche“ entschied über die Förderung. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Digitale Kirche sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Pfr.in Dr.in Eva Harasta – Theologische Referentin des Bischofs, Vorsitzende der Arbeitsgruppe
  • OKRin Gerhild Herrgesell, MA – Oberkirchenrätin (A.B.) für Kirchenentwicklung
  • Joachim Hoffleit – Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Jugend Österreich
  • Elisabeth Jungreithmayr, MBA – Assistentin des Superintendenten der Diözese Oberösterreich und aktiv in der Online-Arbeit der Diözese
  • Superintendent Mag. Wolfgang Rehner – Superintendent der Diözese Steiermark
  • Franziska Riccabona, MMus – Diözesankantorin der Diözese Oberösterreich
  • Pfr.in Mag.a Julia Schnizlein – Social-Media-Beauftragte der Ev. Kirche A.B. und Pfarrerin der Luth. Stadtkirche Wien
Wen kann ich um Rat fragen?

Allgemeine Anfragen richten Sie bitte an qvtvgnyrxvepur@rinat.ng. Sie können auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe direkt kontaktieren. Aber: Die Mitglieder der AG stehen nicht für Stellungnahmen zu Projekten zur Verfügung (als Teil des Antrags, siehe oben).

Was passiert nach Abschluss des Projekts?

Wir brauchen die folgenden Unterlagen von Ihnen:

  • Bericht zum Projekt (1-2 Seiten): Was wurde durchgeführt? Wer wurde erreicht? Wie beurteilen Sie das Projekt im Rückblick?
  • Abrechnung: eine Übersicht über alle Kosten und etwaigen Einnahmen. Es können nur Kosten erstattet werden, deren Rechnungen im Projektzeitraum ausgestellt wurden.
  • Rechnungsbelege im Original.
  • Bestätigung der evangelischen Einrichtung, in deren Besitz die angeschafften Geräte / Lizenzen übergegangen sind, wann welche Geräte/Lizenzen an sie übergeben wurden.
  • Kontonummer, auf die das Fördergeld überwiesen werden soll.
  • eventuell: 2 – 3 Bilder zum Projekt, zu denen Sie die Bildrechte haben und die Sie für die Veröffentlichung auf der Homepage des Digitalen Fonds bereitstellen.

Bitte schicken Sie alles an die Arbeitsgruppe Digitale Kirche. Rückfragen richten Sie bitte an qvtvgnyrxvepur@rinat.ng.

  • per Post an Eva Harasta, Evangelische Kirche A.u.H.B. in Österreich, Severin-Schreiber-Gasse 3, 1180 Wien.
  • per Email an qvtvgnyrxvepur@rinat.ng

Alle geförderten Projekte werden hier auf der Seite präsentiert.

Wie bekomme ich das Geld, wenn ich eine Förderzusage habe?

Das Geld wird im Regelfall ausbezahlt, wenn die Abrechnung vorgelegt wird. Das heißt, das Geld muss erst einmal ausgelegt werden und man bekommt es dann im Nachhinein erstattet.

Oft wird es der Fall sein, dass eine evangelische Einrichtung das Geld auslegt. Wenn Sie als evangelische Einzelperson eine Projektidee haben, ist es ratsam, bereits vor Antragsstellung verbindliche Rücksprache mit der Einrichtung zu halten, die für Sie das Geld auslegen soll. Sie sichern sich selbst ab, wenn Sie Ihr Projekt z.B. dem Presbyterium Ihrer Gemeinde vorlegen und von dort das offizielle „Ok“ bekommen, dass die Gemeinde das Geld vorstrecken wird.

Nur in besonders begründeten Ausnahmefällen kann Fördergeld im Voraus überwiesen werden. Das wird dann im Einzelfall geprüft.

Es können nur Kosten erstattet werden, deren Rechnungen im Projektzeitraum ausgestellt wurden.

Fragen dazu richten Sie bitte an qvtvgnyrxvepur@rinat.ng.

Bis wann muss ich die Abrechnung und den Bericht vorlegen?

Spätestens sechs Wochen nach dem Ende Ihrer Projektlaufzeit müssen die Abrechnung und der Bericht vorliegen.

Muss ich bei der Abrechnung die Originalrechnungen beilegen?

Ja. Alle Rückfragen richten Sie bitte an qvtvgnyrxvepur@rinat.ng. Wenn Sie die Originalbelege nicht einreichen können, weil sie in einer anderen Einrichtung benötigt werden, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Konnten Mitglieder der Arbeitsgruppe „Digitale Kirche“ einen Antrag stellen?

Ja. Bei einem Antrag durch ein Mitglied der Arbeitsgruppe wird eine externe Begutachtung zum Projekt angefordert und in die Beschlussfassung einbezogen. Das beantragende Mitglied darf an der Beratung zur Beschlussfassung nicht teilnehmen.
Mitglieder der Arbeitsgruppe können nur maximal einen Projektantrag pro Person stellen, da angestrebt wird, eine größtmögliche Vielfalt an Projekten zu fördern.

Die Arbeitsgruppe Digitale Kirche

  • entscheidet über Förderungen aus dem Innovationsfonds Digitale Kirche der Evangelischen Kirche A. und H.B. in Österreich
  • ist gegenüber dem Oberkirchenrat A.B. rechenschaftspflichtig
  • will zur Vernetzung in der (evangelischen) Digitalen Kirche in Österreich beitragen
  • will diejenigen, die erste Schritte in den Digitalen Raum gehen wollen, unterstützen
  • will diejenigen, die viel Kompetenzen im Digitalen Raum haben, weiter sichtbar machen und fördern
  • ist auch neugierig auf Ihre und Eure Anregungen an die Gesamtkirche in Sachen Digitale Kirche!

Die Mitglieder

Eva Harasta (Foto: epdUschmann)OKR Gerhild Herrgesell (Foto: epdUschmann)Joachim HoffleitElisabeth JungreithmayrSuperintendent Wolfgang Rehner (Foto: Der Plankenauer)Franziska RiccabonaJulia Schnizlein

Pfr.in Dr.in Eva HarastaTheologische Referentin des Bischofs, Vorsitzende der Arbeitsgruppe
Eva Harasta (Foto: epdUschmann)
Die Digitale Kirche zeigt, dass die Kirche lebendig und neugierig ist: Menschen bewegen sich auch in den sozialen Medien und finden Wege, um ihren Glauben dort gemeinsam zu leben und sich über Glaubensfragen auszutauschen. Das wird in der Zukunft immer wichtiger werden. Das Grundanliegen der Arbeitsgruppe ist aus meiner Sicht die Unterstützung und Förderung der Digitalen Kirche in ihrer Vielfalt. Eva Harasta
OKRin Gerhild Herrgesell, MA – Oberkirchenrätin (A.B.) für Kirchenentwicklung
OKR Gerhild Herrgesell
Digitale Kirche ist für mich Verkündigung des Evangeliums im Netz. Mir ist wichtig, dass das „Gemeinde-Prinzip“ auch im Netz zum Tragen kommt – also auch in der Digitalen Kirche Gemeinschaftserfahrungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Milieus stattfinden. Gerhild Herrgesell
Joachim HoffleitReferent für Öffentlichkeitsarbeit, Evangelische Jugend Österreich
Joachim Hoffleit
Ein neuer Raum „Kirche“ tut sich auf. Ein Raum der 24/7 geöffnet sein, und weltweit betreten werden kann. Dass sich hier eine Entwicklungsturbine zugeschaltet hat, ist dieser noch immer vorherrschenden Pandemie zu „verdanken“. Es werden spannende Formate auf verschiedenen Plattformen kommen, die eine breitere Auffächerung der kirchlichen Angebote mit sich bringt, zugeschnitten auf die Zugänge der sich innerhalb dieser Plattformen bewegenden Dialoggruppen. Es sind neue, schnell wechselnde Möglichkeiten, mit Menschen christlichen Glauben zu leben, ihn zu kommunizieren. Joachim Hoffleit
Elisabeth Jungreithmayr, MBA – Assistentin des Superintendenten der Diözese Oberösterreich und aktiv in der Online-Arbeit der Diözese
Elisabeth Jungreithmayr
Mir ist es ein Anliegen, den Glauben auch im digitalen Raum und auch auf Social Media sichtbar zu machen und mit christlichen Inhalten im Netz präsent zu sein. Es beschäftigt mich aber auch die Frage der Zielgruppen. Ich denke, es gibt zwei Grundausrichtungen bei Projekten der Digitalen Kirche – „nach innen“ und „nach außen“. Kirchlich Verbundene brauchen eine andere Ansprache als Fernstehende und es ist wichtig, sich klar zu sein, in welche Richtung ein Angebot sprechen will.Elisabeth Jungreithmayr
Superintendent Mag. Wolfgang RehnerSuperintendent der Diözese Steiermark
Superintendent Wolfgang Rehner (Foto: Der Plankenauer)
Die digitale Kirche und kohlenstoffliche Kirche gehören zusammen, finde ich. Zu beiden Formen der Kirche gehört das theologische Reflektieren. Bei der Digitalen Kirche beginnen die theologischen Fragen erst aufzutauchen und das ist sehr inspirierend, weil es auch für die kohlenstoffliche Kirche neue Fragen stellt. Theologische Fragen, die sich schon gezeigt haben, sind etwa das Digitale Abendmahl und die Frage, was es für das Verständnis des geistlichen Amtes bedeutet, wenn Pfarrer*innen online arbeiten. Wolfgang Rehner
Franziska Riccabona, MMus – Diözesankantorin der Diözese Oberösterreich
Franziska Riccabona
Bei vielen digitalen Angeboten der Kirche spielt Musik eine große Rolle. Besonders Aufnahmen mit mehreren Musiker:innen oder Orgel brauchen für eine ausreichende Audio-Qualität höhere technische Anforderungen als einfache Sprachaufnahmen. Ideen zur Unterstützung von Pfarrgemeinden sind beispielsweise ein mobiles Aufnahme-Team, ausleihbare Aufnahmetechnik oder Fortbildungsworkshops. Die Kirchenmusik ist seit dem Beginn der Coronapandemie besonders stark eingeschränkt; umso wichtiger ist darum die Unterstützung und ein Ausbau von digitalen Angeboten.Franziska Riccabona
Pfr.in Mag.a Julia SchnizleinSocial-Media-Beauftragte der Ev. Kirche A.B. und Pfarrerin der Luth. Stadtkirche Wien
Julia Schnizlein
Ich bin sehr aktiv in der Digitalen Kirche – nicht nur, aber vor allem auf Instagram (@juliandthechurch), wo ich über 4500 Follower*innen habe, es ist wie eine eigene Insta-Gemeinde. Ich bin auch Mitglied im „Sinnfluencer-Netzwerk“ Yeet, das vom deutschen Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik initiiert wurde. Am 19. März 2021 habe ich gemeinsam mit Pfr.in Anne-Sofie Neumann und Pfr. Dr. Johannes M. Modeß das erste österreichische Online-Barcamp verwirklicht (gefördert von der Kirchenleitung). Ein Anliegen ist mir, Ehrenamtliche verstärkt in die Digitale Kirche zu integrieren. Julia Schnizlein

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