Aus dem Evangelium leben

Erprobungsräume

Wege entstehen, indem man sie geht. „Aus dem Evangelium leben“ ist ein Prozess, der Pfarrgemeinden einlädt, einen Schritt in Richtung Zukunft unserer Kirche zu gehen. Gemeinsam wollen wir lernen, wie diese Zukunft aussehen und wie sie gestaltet werden kann. Gerade die Pfarrgemeinden haben viel Erfahrung, was es bedeutet, mit den Menschen den Weg des Glaubens zu gehen. Auf diesen Erfahrungen wollen wir aufbauen, daher haben wir diesen Prozess begonnen. Gemeinsam die Gegenwart unseres Glaubens leben und Kirche gestalten. Dazu laden wir herzlich ein!

Wir freuen uns gemeinsam diesen Weg zu gehen.
Ihre Steuerungsgruppe


Drei Säulen

Die zentralen Themen- und Arbeitsfelder in der Evangelischen Kirche in Österreich werden durch drei Säulen zusammengefasst. Im Titel ist jeweils eine bildliche Beschreibung wie auch eine inhaltliche Orientierung eines Schwerpunkts dargelegt.

Säulen

I. „Leuchträume des Evangeliums“. Evangelische Identität und Sendung
„Leuchträume des Evangeliums“ werden geöffnet und gefördert. Es werden Orte geschaffen, in denen an den Inhalten und Formen der evangelischen Identität und der evangelischen Sendung in die Welt gearbeitet wird.

Schwerpunkte:

  • Evangelische Christinnen und Christen entwickeln, reflektieren und diskutieren ihre Identität aus dem Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Bibel bezeugt ist. Sie wissen, was sie glauben, können darüber Auskunft geben und dazu einladen.
  • Evangelische Christinnen und Christen wahren und suchen den gemeinsamen Verständigungsprozess über Grundprinzipien evangelischen Glaubens und Lebens.
  • Evangelische Christinnen und Christen bieten in Gemeinden, Regionen und an anderen geistlichen Orten Räume an, in denen das Evangelium auf lebendige Weise bezeugt wird, die „lustvoll“ zum evangelischen Glauben einladen, Menschen im Glauben wachsen lassen sowie bestärken und Freude machen auf Mitarbeit sowie einen Dienst in der Gemeinde, Kirche oder Diakonie.
  • Evangelische Christinnen und Christen gestalten ihr Leben und ihre Kultur in einer Weise, die in die öffentlichen Räume „strahlt“.

Strategien:

  • Stärkung evangelischer Identität und mündigen Glaubens
  • Diskurs unter „den Verbundenen“ schaffen und fördern
  • Einladung zum Glauben und zum christlichen Leben
  • Orte der Innovation und Kreativität wahrnehmen und fördern Kreative und innovative Räume lassen Neues entstehen.
  • Wahrhaftige Kirche sein in der Öffentlichkeit
II. „Gemeinsam dienen“. Dienstgemeinschaften und Ehrenamt
Es sollen Dienstgemeinschaften etabliert und gefördert, sowie ehrenamtliches Engagement gestärkt werden.

Schwerpunkte:

  • Es gibt eine Vielfalt von haupt- und nebenamtlichen kirchlichen Diensten, die sich gegenseitig bereichern und ergänzen.
  • Hauptamtliche und Ehrenamtliche kennen ihre Gaben und arbeiten gaben- und teamorientiert.
  • Sollen Pfarrerinnen und Pfarrer in Zukunft vermehrt in Dienstgemeinschaften arbeiten, so wären sie bereits in der Aus- und Weiterbildung auf die beruflichen Anforderungen pastoraltheologisch vorzubereiten.

Strategien:

  • Pfarrerinnen und Pfarrer gewinnen, zukunftsfähig bilden und begleiten
  • Kirchliche Berufe etablieren und fördern
  • Dienstgemeinschaften etablieren
  • Ehrenamtliche stärken
III. „Über den Horizont hinaus“. Gemeinde- und Regionalentwicklung
Es sollen gemeinde- und regionalentwickelnde Maßnahmen etabliert und gefördert werden.

Schwerpunkte:

  • Menschen haben lokal einen Zugang zum Evangelium – in regionaler Verantwortung des Angebots der EKiÖ.
  • Gemeinden und Regionen finden Wege zur Verschlankung und Entlastung (organisatorisch, administrativ und gremial), um Neues entstehen zu lassen.

Strategien:

  • Gemeindeentwicklung fördern
  • Neue geistliche Vergemeinschaftungsformen fördern
  • Region entwickeln und fördern

Der Prozess bearbeitet die drei Säulen auf zwei Wegen:

  1. Es wird ein Bottom-up-Lernprozess durch die Bildung von Erprobungsräumen (EPR) gestaltet.
    Es werden keine „großen Lösungen von oben“ vorgeschlagen, sondern verschiedene Ansätze erprobt, begleitet, dokumentiert, evaluiert, diskutiert und adaptiert.
  2. Es werden gesamtkirchliche Maßnahmen durch gesamtkirchlich besetzte Arbeitsgruppen gestaltet. Es werden Vorgehen vorgeschlagen, um notwendige Schritte für eine zukunftsfähige Kirche zu setzen.

Der Grundtenor lautet: Innovative Impulse sollen unterstützt, es soll gesamtkirchlich davon gelernt werden und es sollen kirchenentwickelnde Maßnahmen eruiert werden.

Prozess

Unsere Hoffnungen:

  • Es werden erprobte und evaluierte Modelle für zukunftsgerichtetes Handeln gewonnen
  • Es wird ein Prozess des Kulturwandels in der Evangelischen Kirche installiert: Kultur des Erprobens, der Innovation, des gemeinsamen Entwickelns.
  • Erprobungsräume werden eine Zukunftsdynamik bei Haupt- und Ehrenamtlichen auslösen: Steigerung der Arbeitszufriedenheit der Haupt- und Ehrenamtlichen.
  • Es wird die Attraktivität der Arbeit in der Kirche gesteigert.
  • … weitere Infos finden Sie in unserer Informationsbroschüre

Was ist ein Erprobungsraum (EPR)?

Ein EPR ist ein Raum (d.h. Region, Gemeinde, Netzwerk, ein durch ein Anliegen vereinter Bereich etc.), in dem ein innovativer Ansatz (z.B. in einem Projekt) erprobt wird, um den Sendungsauftrag der Kirche zu erfüllen. Dafür können sich z.B. Gemeinden, Gemeinschaften, Gruppen und Teams bewerben.

Kurzinformationen über einen EPR:

  • Ein EPR bezieht sich thematisch auf eine oder mehrere Säulen des Prozesses und erfüllt mehrere der sieben Kriterien eines EPRs.
  • Bewerbungsunterlagen vollständig einreichen
  • Bewerbung erfolgt durch ein Team
  • Vorlage eines Finanzierungsplans
  • Förderung bis zu drei Jahre möglich
  • Regelmäßige Berichtstätigkeit an Steuerungsgruppe
  • Teilnahme am angebotenen Begleitprogramm
    detailliertere Infos finden Sie in unserer Informationsbroschüre

MITMACHEN: Wie werde ich EPR?

  • Bewerbungsunterlagen bis zum 30.09.2021 einreichen
  • Steuerungsgruppe holt eine Stellungnahme der jeweiligen Diözese ein
  • Steuerungsgruppe sichtet alle Anträge und entscheidet zeitnah über die Vergabe
  • Antragssteller werden über Ergebnisse informiert
  • Die Zuteilung der Finanzmittel wird nach dem Bedarf des Projekts und der Verfügbarkeit der Gelder vergeben (in Abstimmung mit dem OKR A.B.)
  • EPR werden über weiteres Vorgehen informiert

Bitte beachten Sie die Datenschutzinformationen zu Microsoft Forms !
Zur Bewerbung (möglich ab 4. 5. um 19:00 Uhr)


Downloads:


Inspiration & Information:

  • Onlinestammtisch (18. Mai, 15. Juni, 6. Juli und 14. September, 19:30-21:00 Uhr, Anmeldungen sind jeweils bis zum Vortag, 12:00 Uhr möglich) mit Pfarrer Patrick Todjeras und einem weiteren Mitglied der Steuerungsgruppe – zur Anmeldung
  • Vernetzung und Austausch: Resonanztreffen am 20. November 2021 | 10 – 17:00 Uhr in Salzburg


Rückblick auf den Online Kickoff am 4. Mai 2021:

AEL-Hoffnungen


Steuerungsgruppe:

Vorsitzender: Bischof Mag. Michael Chalupka
Projektmanagement: Pfr. Dr. Patrick Todjeras
Senior Mag. Andreas Hochmeir
Pfarrerin DI (FH) Mag. Astrid Körner
Synodale Mag. Christine Wogowitsch

Kontakt Projektbüro:
Projektassistentin Elisabeth Jungreithmayr, MBA
Dienstag bis Donnerstag von 13:00-17:00 Uhr
T +43 699/188 77 036 | nry@rinat.ng

 

 

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