KirchenmusikerIn

Foto: Gerhard Raab

KirchenmusikerIn werden

Den Glauben zum Klingen bringen:

In der Musik die Nähe Gottes erfahren und teilen – in Gottesdienst, Chorgemeinschaft, Konzert.

Als MusikerIn bei den Menschen sein – im Singen mit Jung und Alt, beim Unterrichten, am Instrument.

Du gestaltest kreativ und selbstbestimmt einen „Lebens-Raum“, von Gregorianik bis Gospel, von Sweelinck bis Swing. Kirchenmusik – einer der schönsten und vielfältigsten Musikerberufe!

Du möchtest mehr wissen, auch über die Ausbildungswege? Erste Informationen über die Ausbildung findest Du hier.

Kirchenmusikalische Ausbildung

Die Arbeit als Kirchenmusikerin oder Kirchenmusiker umfasst eine große Bandbreite an Aufgaben, welche eine fundierte Ausbildung erforderlich machen.

Es gibt vier Stufen der Qualifizierung:

Die D-Prüfung bescheinigt die Befähigung zum nebenamtlichen kirchenmusikalischen Dienst als OrganistIn. Neben der Fähigkeit zum Orgelliteraturspiel sowie zum begleitenden Orgelspiel wird durch das Absolvieren der Prüfung auch Basiswissen in den Fächern Gehörbildung, Musiktheorie, Gesangbuchkunde, Gottesdienstordnung sowie Orgelbau- und Orgelliteraturkunde nachgewiesen. In Vorbereitung auf das Absolvieren der D-Prüfung ist neben Orgelunterricht (privat, an einer Musikschule oder bei den DiözesankantorInnen) auch durch den Besuch der „Werkwoche für evangelische Kirchenmusik“ zu empfehlen. Zusätzlich sollte man bei Interesse für die D-Prüfung Kontakt zu dem zuständigen Diözesankantor/der zuständigen Diözesankantorin aufnehmen.

Die C-Prüfung dient zum Nachweis der nebenberuflichen Kirchenmusik-Ausbildung; sie kann auch einzeln in den Teilbereichen Orgel oder Chorleitung abgelegt werde. Durch den Besuch der „Werkwoche für evangelische Kirchenmusik“ sowie individuell in Absprache mit dem zuständigen Diözesankantor/ der zuständigen Diözesankantorin kann man sich auf das Absolvieren der Prüfung vorbereiten. Sie umfasst Gehörbildung, Tonsatz, Generalbass, Literaturkunde, Musikgeschichte, Liturgik, Kirchenliedkunde, Theologische Information sowie Kirchenkunde. Für den Teilbereich Orgel kommen dazu Orgelliteraturspiel, Liturgisches Orgelspiel, Klavierspiel sowie Orgelbaukunde. Für den Teilbereich Chorleitung umfasst die C-Prüfung zusätzlich Chorleitung, Partiturspiel, Gemeindesingen sowie Singen und Sprechen.

Für eine hauptberufliche Anstellung als Kirchenmusikerin oder Kirchenmusiker wird ein absolviertes Kirchenmusikstudium vorausgesetzt. Die B-Prüfung entspricht dem Bachelor-Abschluss nach dem acht Semestern, die A-Prüfung dem Masterabschluss nach weiteren vier Semestern. In Österreich wird der Studiengang „Evangelische Kirchenmusik“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz angeboten. Vielfältige Informationen zum Studium, den Studienvoraussetzungen und den Möglichkeiten eines Kirchenmusikstudiums in Deutschland findest du hier.

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