Evangelisch in Wien

Superintendent Hansjörg Lein (Foto: epv/Uschmann)
Superintendent Hansjörg Lein (Foto: epv/Uschmann)

Herzlich willkommen in Wien!

Herzlich willkommen in Wien – unserer Stadt mit ihrer reichhaltigen Kultur, ihrer lebendigen Geschichte und ihrer multireligiösen Gesellschaft. Wir als Evangelische sind ein nicht unbedeutender Teil dieser Großstadt, auch wenn wir zahlenmäßig nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung darstellen.

Viele Jahrzehnte – vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1781 – war die Evangelische Kirche in Wien eine Art „Geheimkirche“. Gottesdienste waren nicht erlaubt. Kaiser Josef II. gewährte durch das Toleranzpatent 1781 die öffentliche Religionsausübung für evangelische Bürgerinnen und Bürger. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach der 48er Revolution trug das protestantische Bürgertum in Wien zu einer liberalen und offeneren Kultur bei. Die berühmte Ringstraßenzeit und die anschließende Aufbruchszeit des Fin de Siècle ist ohne den Einfluss von evangelischen Architekten, KünstlerInnen, Technikern, SchauspielerInnen und vielen anderen nicht zu denken.

In der Großstadt begegnen der Kirche viele Herausforderungen: Arme und Reiche wohnen Tür an Tür, die Straßen sind erfüllt von moderner Zukunftsstimmung und großer Verzweiflung derer, die nicht zu den Gewinnern gehören. So können die Evangelische Kirche, ihre Pfarrgemeinden und Einrichtungen ein Zuhause schaffen für Menschen, die das brauchen und suchen.

Als Superintendent bin ich offen für viele Gespräche und neugierig auf interessante Begegnungen. Auf unserer Website www.evang-wien.at finden Sie alle wichtigen Informationen über uns. Mögen Sie Wien als gastfreundliche und liebenswerte Stadt erleben, in der Gott zu Hause ist.

Das wünscht Ihnen
Hansjörg Lein
Superintendent der evangelisch-lutherischen Diözese Wien

 

Geschichte

Wien ist eine Stadt mit reicher evangelischer Geschichte, eine Stadt, in der die Botschaft der Reformation schon früh zahlreiche Anhänger gefunden hat. Predigte doch am 12. Jänner 1522 im Stephansdom Paul Speratus, der Dichter des bekannten Gesangbuchliedes „Nun ist das Heil uns kommen her“ und starb hier als erster Blutzeuge für die evangelische Sache der Kaufmann Kaspar Tauber am 17. September 1524 den Märtyrertod. Zahlreiche Straßennamen erinnern heute an evangelische Persönlichkeiten, die in der Vergangenheit die Geschicke und die Entwicklung dieser Stadt mitgetragen und mitgestaltet haben. Egon Friedell und Vizebürgermeister Max Winter waren ebenso Protestanten wie die Architekten Otto Wagner, Josef Hoffmann und Theophil Hansen. Evangelisch waren aber auch Johannes Brahms und der Arzt Theodor Billroth.

Heute umfasst die Evangelische Diözese A.B. Wien 23 Pfarrgemeinden, von denen 22 im Stadtbereich der Bundeshauptstadt und eine in Niederösterreich (Schwechat) liegen. Die Zugehörigkeit dieser niederösterreichischen Gemeinde zur Wiener Diözese ist vor allem historisch bedingt, ist diese doch einst aus Wiener Gemeinden hervorgegangen. Aber auch die drei Wiener Pfarrgemeinden Floridsdorf, Leopoldau und Donaustadt haben niederösterreichisches Gebiet zu betreuen.

Die älteste Gemeinde der Evangelischen Diözese A.B. Wien ist die 1782 gegründete Pfarrgemeinde Wien-Innere Stadt. Sie ist gleichsam die Mutter der heute zur Diözese gehörenden Gemeinden. Die Lutherische Stadtkirche, im Zentrum Wiens unweit des Stephansdomes gelegen, übt die Funktion einer typischen City-Kirche aus und zieht in Gottesdienst, kirchenmusikalischen Veranstaltungen und Gemeindekreisen nicht nur Touristen an.

Vieles an kirchlicher Administration geschieht in Wien zentral. Im 5. Bezirk in der Hamburgerstraße 3 befinden sich nicht nur die Amtsräume der Superintendentur, des Schulamtes und des Jugendwerkes. Dieses Haus beherbergt auch den Evangelischen Pfarrgemeindeverband A.B. Wien, der die Verwaltung der Evangelischen Friedhöfe und die zentrale Einhebung des Kirchenbeitrages besorgt.

 

Angebote & Aktivitäten

Die Auferstehungskirche in Wien-Neubau/Fünfhaus bietet einen Ort der Begegnung zwischen Kunst und Kirche. Im Bild die Glasfenster des Malers Dietmar Tadler mit Lebensbildern von Jesus.
Die Auferstehungskirche in Wien-Neubau/Fünfhaus bietet einen Ort der Begegnung zwischen Kunst und Kirche. Im Bild die Glasfenster des Malers Dietmar Tadler mit Lebensbildern von Jesus.

Vor allem in den letzten Jahren wurden in der Wiener Diözese vielfältige gemeindeübergreifende Angebote entwickelt. Dazu zählt die ökumenisch geführte Telefonseelsorge ebenso wie die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in der Hamburgerstraße 3, die Menschen in Krisensituationen beisteht und gerade in der Großstadt eine wichtige Aufgabe erfüllt. Im Rahmen des Bildungswerkes der Diözese werden regelmäßig Vorträge, Seminare und Tagungen zu verschiedenen Themen angeboten. Eine der traditionsreichsten Veranstaltungen ist dabei die jährlich stattfindende „Evangelische Woche“.

 Ab Septemer 2000 ist das Evangelische Gymnasium Wien auch ein Werkschulheim, wo nach pädagogischen Konzepten evangelischer Tradition Schülerinnen un Schüler "leben lernen und Hoffnung teilen" können.
Seit September 2000 ist das Evangelische Gymnasium Wien auch ein Werkschulheim, wo nach pädagogischen Konzepten evangelischer Tradition Schülerinnen un Schüler „leben lernen und Hoffnung teilen“ können.

 

Kontakt

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Sitz der Superintendentur

Evang. Superintendentur der Diözese A.B. Wien
Hamburgerstraße 3
A-1050 Wien
Telefon 01/587 31 41
Fax 01/587 31 41-22
E-Mail ta.gn1513567057ave@n1513567057eiw1513567057