Evangelisch in Niederösterreich

Superintendent

Mag. Lars Müller-Marienburg

 

Geschichte

So vielfältig das Land Niederösterreich ist, so vielfältig sind auch die evangelischen Gemeinden dieses größten österreichischen Bundeslandes. Das gilt auch für ihre Geschichte. Nur wenige wissen heute, dass im 16. Jahrhundert 90 Prozent der Menschen in Niederösterreich evangelisch waren. Zahlreiche Bibeln, Postillen (Predigtbücher), Schulordnungen und eine Kirchenverfassung, die nicht selten heute im Besitz der Klöster und Stifte sind, dokumentieren diese evangelische Tradition in Niederösterreich.

Die Gegenreformation brachte nicht nur das religiöse, sondern auch das kulturelle und schulische evangelische Leben zum Stillstand, vielfach auch zum Verschwinden. Erst das Toleranzpatent Kaiser Josef II. im Jahr 1781 ermöglichte wieder öffentliches evangelisches Leben in Österreich. In unserem Bundesland war es in Mitterbach, wo die erste evangelische Gemeinde im Jahr 1785 wieder entstand.

Die "Hohe Schule" in Loosdorf bestand von 1574-1627. Die Schulordung, die heute in der Melker Stiftsbibliothek aufbewahrt wird, war für ihre Zeit äußerst fortschrittlich. (Foto Fakwa/wikimedia)
Die „Hohe Schule“ in Loosdorf bestand von 1574-1627. Die Schulordung, die heute in der Melker Stiftsbibliothek aufbewahrt wird, war für ihre Zeit äußerst fortschrittlich. (Foto Fakwa/wikimedia)

Heute gibt es in Niederösterreich insgesamt 28 evangelische Pfarrgemeinden mit 45.000 Evangelischen, wobei eine Gemeinde (Schwechat) zur Diözese Wien gehört. Die Evangelische Diözese Niederösterreich hat 27 Gemeinden mit etwa 42.000 Evangelischen. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von etwa 3 Prozent.

Die Evangelischen in Niederösterreich verstehen sich nicht als vernachlässigbare Minderheit, sondern als Teil des Ganzen, der sich auch mit seinen Besonderheiten und Angeboten in die Gemeinschaft einbringen möchte. Einen Schwerpunkt evangelischen Lebens bilden die Gemeinden entlang der Südbahn, wo von Perchtoldsdorf bis Gloggnitz im Zuge der Industrialisierung eine Reihe von Gemeinden entstanden sind. In Mödling gibt es die größte evangelische Gemeinde des Landes mit rund 5.000 Mitgliedern. Extreme Diaspora kennzeichnet das Waldviertel, wo die Pfarrgemeinde Horn mit etwa 500 Mitgliedern ein Gebiet von 2.500 Quadratkilometern umfasst.

 

Angebote & Aktivitäten

Eine einladende, frohe Gemeinschaft. So kann Kirche sein. Auf diesem Weg ist die Evangelische Kirche in Niederösterreich, und der Stempel ist gleichsam die Botschaft dafür. Gemeinschaft und Miteinander sind gerade für eine Diasporakirche wesentlich. Ihr Auftrag ist, Menschen mit der befreienden Kraft des Evangeliums vertraut zu machen.

Stempel der Evangelischen Diözese A.B. Niederösterreich
Stempel der Evangelischen Diözese A.B. Niederösterreich

Die 27 niederösterreichischen evangelischen Gemeinden sind dafür Ansprechpartner. Darüberhinaus stehen zahlreiche Einrichtungen zur Verfügung. Detaillierte Infos finden Sie unter www.noe-evang.at.

 

Kontakt

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Sitz der Superintendentur

Evang. Superintendentur der Diözese A.B. Niederösterreich
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