36. Pfingstgebetsnacht sieht Ökumene auf dem Prüfstand

Ökumenische Gesprächspartner (v.l.): Der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der anglikanische Reverend Patrick Curran, der römisch-katholische Pater Milo Ambros, Pfarrerin Ingrid Vogel, Superintendent Matthias Geist, der serbisch-orthodoxe Erzpriester Petar Pantić, Landessuperintendent Thomas Hennefeld und Pfarrer Ernst Hofhansl. Foto: PG Hetzendorf
Ökumenische Gesprächspartner (v.l.): Der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der anglikanische Reverend Patrick Curran, der römisch-katholische Pater Milo Ambros, Pfarrerin Ingrid Vogel, Superintendent Matthias Geist, der serbisch-orthodoxe Erzpriester Petar Pantić, Landessuperintendent Thomas Hennefeld und Pfarrer Ernst Hofhansl. Foto: PG Hetzendorf

Abschluss der seit 1984 bestehenden Veranstaltungsreihe in Wien-Hetzendorf

Wien (epdÖ) – Die „Karfreitagsfrage“ könnte die nächste große ökumenische Aufgabe in Österreich werden. Das war der Tenor einer Podiumsdiskussion im Rahmen der 36. und letzten ökumenischen Pfingstgebetsnacht am Freitag, 7. Juni, in Wien-Hetzendorf. Der ökumenische Weg müsse fortgesetzt werden – auch wenn die unmittelbar nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) vorherrschende Begeisterung für die Ökumene abgeklungen sei – heißt es in einer Aussendung der Veranstalter. Einiges sei in der Zwischenzeit jedoch erreicht worden, verwiesen wurde insbesondere auf die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999), die Charta Oecumenica (2001) oder das Ökumenische Sozialwort (2003).

An der Ökumenischen Pfingstgebetsnacht nahmen als Diskutanten und Referenten der reformierte Landessuperintendent und Vorsitzende des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich, Thomas Hennefeld, ebenso teil wie der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Matthias Geist, der römisch-katholische Weihbischof Helmut Krätzl, der serbisch-orthodoxe Erzpriester Petar Pantić, der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, Reverend Patrick Curran von der Anglikanischen Kirche, der evangelische Pfarrer und Universitätsprofessor Ernst Hofhansl und Organisatorin Ingrid Vogel. Vogel betonte, dass es ihr in den 36 Jahren der Pfingstgebetsnächte immer wichtig gewesen sei, „die theologische Auseinandersetzung, die gelebte Spiritualität und die sozial-diakonische Verantwortung im Blick zu haben“, und damit „einen umfassenden Beitrag zum Verstehen in versöhnter Verschiedenheit zu leisten“. Den Abend moderierte Udo Bachmair.

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ISSN 2222-2464