Evangelische Kirchen setzen auf Klimaschutz

Ein "wichtiges Zeichen" ist für den NÖ-Superintendenten Paul Weiland der Beschluss der Generalsynode, bei allen Gebäuden der Evangelischen Kirche den Energieverbrauch zu senken. Bischof Bünker (links im Bild) fordert mehr Maßnahmen für den Klimaschutz. Foto: epd/Uschmann
Ein "wichtiges Zeichen" ist für den NÖ-Superintendenten Paul Weiland der Beschluss der Generalsynode, bei allen Gebäuden der Evangelischen Kirche den Energieverbrauch zu senken. Bischof Bünker (links im Bild) fordert mehr Maßnahmen für den Klimaschutz. Foto: epd/Uschmann

Bünker: „Österreich muss sich mehr für Klimaschutz engagieren“

St. Pölten (epdÖ) – Als ein „wichtiges Zeichen“ bezeichnete Niederösterreichs Superintendent Paul Weiland den Beschluss der in St. Pölten tagenden Generalsynode, in den kommenden Jahren bei allen Gebäuden der Evangelischen Kirche den Energieverbrauch zu senken, um so bis 2017 die so genannten Kyoto-Ziele zu erreichen. „Wenn viele kleine Schritte gesetzt werden, dann kann das auch zu seiner gesellschaftspolitischen Realität werden“, zeigte sich Weiland bei der Pressekonferenz zur Synode am 10. Dezember in St. Pölten überzeugt. Als erster Schritt sollen für alle kirchlichen Gebäude Energiepässe erstellt werden, um sich über den aktuellen Energieverbrauch einen Überblick zu verschaffen. Davon ausgenommen seien allerdings die Kirchengebäude. „Hier ist es oft schwierig, entsprechende Maßnahmen umzusetzen, weil es zu Schwierigkeiten mit dem Denkmalschutz kommen kann“, erklärte Synodenpräsident Peter Krömer, der als Kurator die Renovierung der Kirche und des Gemeindezentrums in St. Pölten mitverantwortet hat. Bereits jetzt hat die evangelische Diözese Kärnten-Osttirol die Kyoto-Ziele erreicht.

„Österreich muss sich mehr für den Klimaschutz engagieren“, sagte der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Die Klimaveränderungen bedrohten die Lebensgrundlage der Menschen vor allem in den Ländern des Südens. Bünker, der Schirmherr der Aktion „Brot für die Welt“ ist, wies darauf hin, dass das Menschenrecht auf Ernährungssicherung durch den fortschreitenden Klimawandel weiter in Frage gestellt werde. Klimaschutz sei eine Voraussetzung für Ernährungssicherung und eine menschenrechtliche Pflicht. Ein Scheitern der internationalen Klimaschutzverhandlungen hätte nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Umwelt, sondern bedrohe die Versorgung von Millionen Menschen mit Nahrung und Wasser, betonte Bischof Bünker.

Bilder zur Synode unter: foto.evang.at

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ISSN 2222-2464