Erfolgreiches Kirchen-Schaufenster in Linzer City

Positive Bilanz des Infocenters „urbi@orbi“ im ersten Bestandsjahr

Linz, 22. Oktober 2002 (epd Ö) Als „kräftiges Kind einer modernen Seelsorge“ – so der Linzer römisch-katholische „City-Pfarrer“ Hans Gruber – hat sich das Kirchen-Infocenter „urbi@orbi“ in der oberösterreichischen Landeshauptstadt in seinem ersten Bestandsjahr entwickelt. Das im „Atrium City Center“ situierte „Kirchen-Schaufenster“ hat sich als Umschlagplatz für Informationen, für Erstberatungen, als City-Treffpunkt, als ein Platz zum Ausruhen und zum Auftanken gut etabliert. Das „urbi@orbi“ – seit einem halben Jahr ein ökumenisches Projekt – wird von der römisch-katholischen Diözese Linz, der evangelischen Pfarrgemeinde Linz-Innere Stadt, dem Karmelitenorden und von einem Verein finanziell und geistig getragen. Im Gespräch mit epd Ö unterstreicht der Kurator der evangelischen Partnergemeinde, DI Roland Juranek, den offenen Charakter des Angebots: Gezielt seien hier auch Kontakte außerhalb der Pfarrgemeinde möglich, die auch gut angenommen würden. Beeindruckt zeigt sich Juranek von der guten ökumenischen Kooperation und der Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die beiden hauptamtlichen Halbtagsangestellten – eine Soziologin und ein Theologe – werden von einem Team ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt. Zufrieden sind die Betreiber des „urbi@orbi“ nicht nur mit der Besucherfrequenz. Auch die Gründe der Passanten für einen Stopp im „urbi@orbi“ weisen eine große Bandbreite auf. Gefragt sind nicht nur Informationen aller Art „über Gott und die Welt“, immer wieder gibt es auch tiefer gehende Gespräche und Diskussionen. Das Kirchen-Infocenter wird nicht nur von Passanten aufgesucht. Auch Verkaufs- und Büropersonal aus den Innenstadtbetrieben verbringt z.B. die Mittagspause hier, um auszuruhen, eine Tasse Kaffee zu trinken, Zeitungen zu lesen, einander zu treffen. Neben den Eckpfeilern des Angebotes (Information, Gespräch, Ruhe, Begegnung) wird das „urbi@orbi“ auch bei Veranstaltungen zahlreich besucht.

In Zukunft soll dieses kirchliche Standbein in der Einkaufswelt für verschiedene kirchliche, soziale und gesellschaftliche Initiativen genutzt werden. So will man sich unter dem Titel „Welt trifft Stadt“ mit unterschiedlichen Aspekten der Globalisierung auseinander setzen. Geöffnet ist das „urbi@orbi“ in der Linzer Mozartstraße 7 Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, an Samstagen von 9 bis 15 Uhr.

ISSN 2222-2464