30.07.2020

75 Jahre nach Atombombenabwürfen: Gedenken an Opfer

Veranstaltungen in Wien und Melk

Wie viele Menschen genau durch die Atombomben ums Leben gekommen sind ist unklar, es waren aber jedenfalls mehrere 100.000. Foto: wikimedia/commons

Veranstaltungen in Wien und Melk

Wien/Melk (epdÖ) – 75 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 erinnern die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshima-Gruppe Wien an deren Opfer. Bei einer Gedenkveranstaltung am Wiener Stephansplatz am Donnerstag, 6. August, stehen unter anderem Wortbeiträge der evangelischen Pfarrerin i.R. Ines Knoll, des altkatholischen Bischofs Heinz Lederleitner, Anja Unterkofler vom Roten Kreuz, dem römisch-katholischen Pater Franz Helm und Klaus Renoldner von der Organisation Österreichische MedizinerInnen gegen Gewalt und Atomgefahren (OMEGA-IPPNW) auf dem Programm. „Wir setzen uns mit unserer Hiroshima-Aktion für eine Welt ohne Atomwaffen, ohne AKWs und ohne Krieg ein. Wir stehen auf gegen die beiden größten Bedrohungen der Menschheit: Atomkrieg und Klimakatastrophe. Gemeinsam schaffen wir es, das Überleben der Menschheit zu sichern!“, schreiben die Organisatoren auf Ihrer Homepage www.hiroshima.at. Bei der Aktion um 17 Uhr singen Klaus Bergmaier und Angelika Sacher Friedenslieder, die Tänzerin und Choreografin Aiko Kazuko Kurosaki präsentiert eine künstlerische Performance.

In seiner Grußbotschaft schreibt der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, schon der Besitz von Atomwaffen sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen die Menschheit: „Mit den zur Verfügung stehenden Waffen könnte die gesamte Menschheit, ja das gesamte Leben auf dieser Erde, ausgelöscht werden. Wer das auch nur riskiert, stellt sich außerhalb jeglicher Zivilisation und macht sich des größtmöglichen Terrors gegen die Menschheit schuldig.“ Die Ereignisse von Hiroshima und Nagasaki müssten sich einbrennen in das Gedächtnis der Menschheit. „Eine Welt ohne Atomwaffen muss möglich sein. Aber auch eine Welt ohne Atomkraft, die uns auch ins Verderben stürzen kann“, so Hennefeld weiter. Die Regierungen in aller Welt sollten Visionen entwickeln, wie ein gedeihliches und friedliches Leben auf diesem Planeten möglich ist, bevor es zu spät ist. Die Religionen könnten ihren Beitrag dazu leisten.

Zum ersten Mal gibt es eine Live-Übertragung der Hiroshima-Aktion auf: www.facebook.com/rudolf.germ.9

Am Samstag, 8. August (10-13 Uhr) findet in Melk eine Gedenkaktion zu Hiroshima und Nagasaki in der FußgängerInnenzone vor dem Rathaus statt.

Am Sonntag, 9. August (20 Uhr), wird zudem mit einer traditionellen Buddhistischen Lichterzeremonie bei der Wiener Friedenspagode der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht (Wien II, Hafenzufahrtsstraße, Bus 80B).

ISSN 2222-2464

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