WIDL als evangelischer kirchlicher Verein anerkannt

"Für uns ist die Anerkennung als evangelisch kirchlicher Verein durch die Synode so etwas wie Rückendeckung von der Gesamtkirche", sagt Pfarrer Norman Tendis.
"Für uns ist die Anerkennung als evangelisch kirchlicher Verein durch die Synode so etwas wie Rückendeckung von der Gesamtkirche", sagt Pfarrer Norman Tendis.

„Wirtschaft im Dienst des Lebens“: Neuer Organisationsrahmen soll Arbeit erleichtern

Landskron (epdÖ) – „WIDL – Wirtschaft im Dienst des Lebens“ wurde jetzt als evangelischer kirchlicher Verein anerkannt. Seit dem „Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, der 1983 begann, nehmen die Kirchen weltweit ihre Verantwortung in diesen Lebensbereichen bewusster wahr. Seit 2002 wird dieser Einsatz im Rahmen der lutherischen Weltgemeinschaft unter der Bezeichnung „Wirtschaft im Dienst des Lebens“ fortgeführt. Für die Evangelische Kirche in Österreich ist seit dieser Zeit Pfarrer Norman Tendis mit der Umsetzung beauftragt. Mit der Anerkennung als kirchlicher Verein wolle man in Zukunft noch mehr in diesem Bereich bewegen, so Tendis.

„Für uns ist die Anerkennung als evangelisch kirchlicher Verein durch die Synode so etwas wie Rückendeckung von der Gesamtkirche“, sagt der engagierte Umwelt-Pfarrer im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epdÖ). Durch die Umwandlung in einen anerkannten Verein sei ein neuer, hilfreicher Organisationsrahmen entstanden. Nun sei es auch für Pfarrgemeinden sowie Einzelpersonen leichter, sich einzubringen. „In unseren neuen Verein können Pfarrgemeinden sowie Einzelpersonen eintreten, sie haben damit auch ein gewisses Mitspracherecht, was die Arbeit des Vereins betrifft. Als Verein gewinnen wir durch neue Mitglieder regelmäßige finanzielle wie personelle Unterstützung“, erklärt Tendis
„Anhand vieler hoffnungsvoller Initiativen, die wir laufend sammeln, wollen wir gemeinsam den Blick schärfen für die eigenen Möglichkeitsräume  – als Privatperson, Betrieb, Pfarrgemeinde, Kirche. Wo es gewünscht ist, wollen wir neue Initiativen setzen und begleiten“, so das Ziel von „Wirtschaft im Dienst des Lebens“. „Kurzum geht es um eine gemeinschaftsfördernde Form des Wirtschaftens in Ehrfurcht vor dem Leben. Dabei geht es genauso um Nahrung, Kleidung, Geld, Arbeit, Glauben, eben um alles, was das Leben ausmacht. Wir glauben, dass Pfarrgemeinden hierfür ein guter Nährboden sind und als konkrete Hoffnungsgemeinschaften für die ganze Gesellschaft wichtig sein können“, sagt Tendis. Einer breiten Öffentlichkeit ist WIDL darüber hinaus als Betreiber des Ökostrompools ein Begriff.

Wer sich für eine Mitgliedschaft im Verein „Wirtschaft im Dienst des Lebens“ interessiert, kann einen Antrag auf Aufnahme an schicken. Der Höhe des Mitgliedsbeitrags darf selbst entschieden werden, Mindestbeitrag ist 20 Euro pro Jahr.

ISSN 2222-2464