Steiermark: Vier Kandidaten für Amt des Superintendenten

Vier Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge von Hermann Miklas als Superintendent der Steiermark. Im Bild: die steirische Landeshauptstadt Graz. Foto: pixabay/Monkjerry
Vier Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge von Hermann Miklas als Superintendent der Steiermark. Im Bild: die steirische Landeshauptstadt Graz. Foto: pixabay/Monkjerry

Wahl am 10. März in Bruck a.d. Mur entscheidet über Nachfolge von Superintendent Hermann Miklas

Graz (epdÖ) – Vier Kandidaten stellen sich der Wahl zum Superintendenten der evangelischen Diözese Steiermark. Bei der Wahl am 10. März im obersteirischen Bruck a.d. Mur kandidieren die Pfarrer Andreas Gerhold, Heribert Hribernig, Paul Nitsche und Wolfgang Rehner. 84 Delegierte aus den steirischen evangelischen Pfarrgemeinden sind zur Wahl des Nachfolgers von Hermann Miklas berechtigt, der im August in den Ruhestand tritt. Die Stellung des Superintendenten entspricht der des Diözesanbischofs in der Römisch-katholischen Kirche.

Die Kandidaten

Andreas Gerhold wurde 1958 in Graz geboren. Seit seiner Ordination im Jahr 1990 ist Gerhold Pfarrer im weststeirischen Stainz, zudem ist er Synodaler und als Senior Stellvertreter des Superintendenten.

Heribert Hribernig, 1961 in Graz geboren, ist seit 1986 Pfarrer, zunächst in Stainach-Irdning, seit dem Jahr 2000 im burgenländischen Markt Allhau. Hribernig ist Synodaler und als Senior Stellvertreter des burgenländischen Superintendenten Manfred Koch.

Paul Nitsche wurde 1974 in Graz geboren. Im Jahr 2002 wurde Nitsche ordiniert und war zunächst als Militärpfarrer in Niederösterreich tätig. Seit 2010 ist er Pfarrer in der Gemeinde Graz-Kreuzkirche.

Wolfgang Rehner, geboren 1962 im siebenbürgischen Sibiu (Hermannstadt), wurde 1986 zum Pfarrer ordiniert. Zuvor in der steirischen Ramsau tätig, ist der Synodale Rehner seit 2014 Pfarrer in der Gemeinde Salzburg – Nördlicher Flachgau.

Michael Axmann, als steirischer Superintendentialkurator höchster weltlicher Repräsentant der Diözese und für die Durchführung der Wahl zuständig, sagt über den Weg zur Findung der Kandidaten: „Es ist ein wesentliches und starkes Merkmal unserer Kirche, dass alle Leitungsgremien und Amtsträger gewählt werden. Auch der Superintendent. Für diese Funktion kann man sich nicht bewerben. Jedes Pfarrgemeindepresbyterium in der Steiermark hatte die Möglichkeit, einen Zweiervorschlag einzureichen.“

Zu den Aufgaben des neuen Superintendenten gehört die geistliche Führung der Diözese. Er hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und über die schriftgemäße Verkündigung. Zu den bischöflichen Rechten gehören die Ordination von PfarrerInnen und die Visitation von Pfarrgemeinden. Wählbar sind akademisch gebildete, ordinierte geistliche AmtsträgerInnen der Evangelischen Kirche A.B., die mindestens 35 Jahre alt sind. Der Superintendent wird von der Superintendentialversammlung für die Dauer von 12 Jahren mit einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt.

Die Evangelische Diözese in der Steiermark besteht seit 1946 und hat rund 39.000 Mitglieder in 33 Gemeinden. Der Nachfolger von Hermann Miklas wird der siebente Superintendent der Steiermark sein.

Die Evangelische Kirche in Österreich wählt in diesem Jahr auch sämtliche Gremien neu. Aufgrund des basisdemokratischen Aufbaus wird von unten nach oben neu gewählt. Den Beginn bilden die Gemeindevertretungswahlen im April. Im Oktober folgen dann im Rahmen der Superintendentialversammlungen die Wahlen für den Superintendentialausschuss (die Kirchenleitung) und Wahlen der VertreterInnen für die Synode in Wien. In der Diözese Wien wird zudem am 9. Juni ein Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin von Superintendent Hansjörg Lein gewählt.

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ISSN 2222-2464