Neuer ghanaischer Pfarrer ins Amt eingeführt

Seth Adzokatse wurde am 6. Jänner in sein Amt eingeführt. Foto: privat
Seth Adzokatse wurde am 6. Jänner in sein Amt eingeführt. Foto: privat

Seth Adzokatse will kirchliche Partnerschaft stärken

Wien (epdÖ) – Der neue Pfarrer der ghanaischen evangelischen Pfarrgemeinde in Wien, Seth Dugbatey Adzokatse, ist am 6. Jänner in der Glaubenskirche in Wien-Simmering in sein Amt eingeführt worden. Reverend Adzokatse kam bereits Mitte November mit seiner Ehefrau Matilda Teye Wayo nach Österreich. In den kommenden fünf Jahren wird Adzokatse seine Gemeinde betreuen, aber auch in Schulen und Gemeinden vom Leben in Ghana erzählen.

Seth Adzokatse wurde 1976 in Accra geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Labone, einem Bezirk von Accra, arbeitete er als Lehrer in den Presbyterian Preparatory Schools in Darkuman and Bubiashie. Im September 2002 begann Adzokatse seine dreijährige Ausbildung zum Pfarrer am Trinity Theological Seminary. Er wurde im Juni 2005 Pfarramtskandidat der Presbyterian Church of Ghana (PCG) und im Juli 2007 ordiniert. Im März 2010 schloss er nach einem weiteren Jahr am Trinity Theological Seminary sein Studium mit einem Bachelor of Theology ab. Seitdem arbeitet er als Pfarrer der PCG in verschiedenen Gemeinden in Ghana.

„Die Menschen sind alle sehr freundlich, auch wenn sie immer sehr beschäftigt wirken. Überhaupt erscheint mir das Leben in Wien, einer wunderschönen Stadt, sehr schnell“, beschreibt Adzokatse seine ersten Eindrücke von Wien. Die Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Österreich und der PCG zu festigen, ist dem neuen Pfarrer ein großes Anliegen.

In seinem Grußwort zur Amtseinführung machte Oberkirchenrat Karl Schiefermair darauf aufmerksam, welch großer Schritt es sei, sich von Afrika nach Europa aufzumachen. „Als ghanaischer Pfarrer nach Österreich zu kommen bedeutet, weg von einer gläubigen Gesellschaft mit einem hohen Sozialprestige als Pfarrer hin in eine zutiefst und sich immer wieder weiter säkularisierende Gesellschaft, weg von einer großen Kirche mit hunderten Kirchenbesuchern hin in eine kleine Gemeinschaft, weg aus dem warmen Ghana hin ins kalte Wien.“ Dieses Engagement erfordere Respekt und Anerkennung, sagte Schiefermair und forderte die Gemeinde auf, das neue Pfarrerehepaar nach besten Kräften zu unterstützen. Schiefermair bedankte sich im Gottesdienst ausdrücklich bei der Referentin für kirchliche Partnerschaften Elisabeth Pausz, „ohne deren beharrliche Arbeit Pfarrer Adzokatse vermutlich noch immer nicht in Wien wäre“.

ISSN 2222-2464