Lateinamerikagipfel: Evangelische Kirche fordert faire und demokratische Beziehungen

Kooperation auf gleicher Augenhöhe – Erklärung der Generalsynode

St. Pölten (epd Ö) Faire und demokratische Beziehungen, insbesondere faire Handelsbeziehungen, Partnerschaften und Kooperationen „auf gleicher Augenhöhe“ mit den Staaten Lateinamerikas fordert die Evangelische Kirche in Österreich von den Organen der EU. „Die Gefahr muss gebannt werden, dass mit wirtschaftlicher Macht und Gewalt erzielt wird, was früher auf militärischem Weg durchgesetzt wurde“, heißt es in einer Erklärung der Generalsynode, die anlässlich des Lateinamerikagipfels am Samstag, 13. Mai, verabschiedet wurde. Die Beratungen der Generalsynode gehen am Samstag in St. Pölten zu Ende.

In der vom Präsidenten der Generalsynode, RA Dr. Peter Krömer, Bischof Mag. Herwig Sturm und Landessuperintendent Mag. Wolfram Neumann unterzeichneten Erklärung begrüßt die Evangelische Kirche die Veranstaltung des „Alternativgipfels“ zum EU Gipfel. Damit würden engagierte Gruppen der lateinamerikanischen Zivilgesellschaft unterstützt, mit denen auch die Kirchen zusammenarbeiten.

Die Generalsynode erinnert daran, dass sich alle österreichischen Kirchen im „Sozialwort des Ökumenischen Rates“ verpflichten, „dort zu helfen, wo Menschen Armut, Not und Ausgrenzung erleiden“. Es gehe darum, Armut nicht nur zu lindern, sondern Strukturen und Rahmenbedingungen mit den Betroffenen zu verändern. „Die Kirchen hören die Schreie der Unterdrückten und ergreifen für sie Partei, überall in der Welt, und nicht nur in Österreich“, heißt es in der Erklärung.

Schließlich appelliert die Evangelische Kirche in Österreich an die Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat der Kirchen, insbesondere an die europäischen Mitgliedskirchen, den Austausch und die Zusammenarbeit mit den lateinamerikanischen und karibischen Kirchen auszubauen und mit ihnen Wege der Stärkung des Rechtsstaates, der Grundrechte und der Demokratie in Lateinamerika und in der Karibik zu suchen.

ISSN 2222-2464