Kurz: Politik kann von Kirchen lernen

Achtung vor der Unterschiedlichkeit des Anderen zu haben, das könne die Politik von den Kirchen lernen, meinte Außenminister Sebastian Kurz (li.) am Rande des Ökumenischen Empfangs, zu dem Kardinal Christoph Schönborn (re.) geladen hatte. Foto: epd/Uschmann
Achtung vor der Unterschiedlichkeit des Anderen zu haben, das könne die Politik von den Kirchen lernen, meinte Außenminister Sebastian Kurz (li.) am Rande des Ökumenischen Empfangs, zu dem Kardinal Christoph Schönborn (re.) geladen hatte. Foto: epd/Uschmann

Außen- und Integrationsminister Kurz bei Ökumenischem Empfang

Wien (epdÖ) – Außenminister Sebastian Kurz nimmt Anleihen bei den Kirchen: Die Politik könne von den Kirchen etwa lernen, Achtung vor der Unterschiedlichkeit des Anderen zu haben, betonte er gegenüber dem ORF am 1. Februar am Rande des traditionellen Ökumenischen Empfangs, zu dem Kardinal Christoph Schönborn ins Erzbischöfliche Palais in Wien geladen hatte. „Das ist durchaus etwas, was wir von der Ökumene lernen können“, so der Außenminister wörtlich. Die Einheit der Kirchen sei auch ihm ein großes Anliegen, bekräftigte Kurz in dem am Donnerstag, 2. Februar, gesendeten Beitrag von „Ö1-Religion aktuell“.

Der reformierte Landessuperintendent und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Thomas Hennefeld, unterstrich gegenüber dem ORF die Notwendigkeit für die Kirchen, gemeinsam in gesellschaftspolitischen Fragen aufzutreten. Das betreffe etwa das Auftreten gegen Hetze und Fanatismus jeglicher Art. Der Einsatz für eine Gesellschaft, „in der jeder Mensch in Würde leben kann und nicht diskriminiert wird“, sei eine besonders wichtige Aufgabe der Kirchen, „und damit kann man auch attraktiv und anziehend sein“. Dabei gelte es auch, die Zusammenarbeit mit anderen Religionen und zivilgesellschaftlichen Kräften zu suchen, zeigte sich der ÖRKÖ-Vorsitzende überzeugt. Wenn die Kirchen gemeinsam an einem Strang ziehen, stärke dies auch deren Glaubwürdigkeit.

Einer der inhaltlichen Schwerpunkte des Ökumenischen Empfangs war das Reformationsjubiläum 2017, das ökumenisch begangen werden muss, wie unter anderen auch Kardinal Schönborn gegenüber dem ORF unterstrich. Ursprünglich sei die Reformation eine Bewegung der kirchlichen Erneuerung gewesen, „und so muss man sie auch sehen von der Absicht her“. Und diesen Aspekt könnten natürlich heute auch alle Kirchen gemeinsam tragen, sagte der Kardinal.

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ISSN 2222-2464