Kirchliche Pädagogische Hochschule entlässt erste „Master-Geragogen“

„Positive Verhaltensänderungen bewirken und so aktivierende Lebenskompetenz vermitteln“

Wien (epd Ö) – Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (KPH) hat erneut eine Vorreiterrolle übernommen: So wurden Ende Juni die österreichweit ersten „Master-Geragogen“, die an der KPH einen sechssemestrigen berufsbegleitenden Ausbildungsgang absolviert haben, in die Praxis entlassen. Durchgeführt wurde er gemeinsam mit der Donau-Universität Krems. Das künftige Aufgabengebiet der „Geragogen“ umfasst alle jene Aktivitäten, die bei älteren Menschen „‚rechtzeitig‘ positive Verhaltensänderungen bewirken und so aktivierende Lebenskompetenz vermitteln können“, heißt es in einer Aussendung. Die Absolventinnen und Absolventen entwerfen demnach Bildungsprogramme, die es der „Generation 50 plus“ ermöglichen, „in stärkerem Maß als bisher ihre Potenziale in die Gesellschaft einzubringen“.
Das Berufsfeld eines „Master-Geragogen“ ist weit gesteckt: Es reicht von der Implementierung einer spezifischen Alterskultur in Betrieben bis hin zur Entwicklung von Begleitprogrammen für Ältere und Hochaltrige in privaten, institutionellen und kommunalen Settings, wie die KPH mitteilte. Dabei gehe es immer um eine Optimierung von Gesundheit, Kommunikation und Bildung bzw. „um eine sinnerfüllte Gestaltung der dritten und vierten Lebensphase“.
Die moderne Geragogik sei eine Antwort auf die demoskopische Herausforderung, „die uns heute einen Anstieg der Lebenserwartung um jährlich drei Monate bringt“, hieß es. Sie vertrete nicht die Ansichten eines „Anti-Aging“, sondern wolle die Möglichkeiten fördern, die es Menschen erlauben, bis ins hohe Alter vital zu bleiben und sich möglichst lange am Dialog der Generationen beteiligen zu können.
Ein neuer Lehrgang startet im kommenden September. Infos unter www.kphvie.at/.

ISSN 2222-2464