Diakonie: Schnelle Hilfe für Flüchtlinge im Nordirak

Sauberes Trinkwasser sowie Lebensmittel werden im Krisengebiet dringend benötigt. (Foto: Wikipedia/Sodis Eawag).
Sauberes Trinkwasser sowie Lebensmittel werden im Krisengebiet dringend benötigt. (Foto: Wikipedia/Sodis Eawag).

Trinkwasser und Lebensmittel werden dringend benötigt

Wien (epdÖ) – Die Lage im Irak wird täglich schwieriger. Auch die Partnerorganisationen der Diakonie im Nordirak berichten von Gräueltaten und schweren Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen religiöser Minderheiten durch die IS: Hunderttausende irakische Christen, Jesiden, Schiiten und andere Minderheiten seien nach dem Vormarsch der IS auf der Flucht vor willkürlichen Hinrichtungen, Folter und Missbrauch. „Aktuell geht es darum, genügend sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel für die Flüchtlingsfamilien und die aufnehmenden Gemeinden zu sichern. In einem zweiten Schritt muss psychosoziale Hilfe für traumatisierte Überlebende des Genozids zu ermöglichen“, erklärt Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Derzeit verteilen Partnerorganisationen der Diakonie aus dem internationalen Netzwerk ACT Alliance Nahrungspakete und Trinkwasser an Flüchtlingsfamilien in der kurdischen Region im äußersten Norden des Iraks, wo viele tausende Flüchtlingsfamilien Unterkunft suchen. Die Region ist schon seit 2011 auch ein sicherer Hafen für viele Flüchtlinge aus Syrien. In den vergangenen Wochen seien über 70.000 Christen nach Erbil gekommen. Einige von ihnen konnten in Kirchen und Schulen unterkommen. Diejenigen, die noch in den Parks und auf öffentlichen Plätzen campieren, sind von Krankheiten und Tod bedroht, so die Diakonie.

In Dohuk sei die Situation der 60.000 Flüchtlinge, von denen viele von weit her gekommen sind, besonders schlimm. Die humanitäre Situation eskaliere, denn es fehlt am Nötigsten. Am dringendsten wird genügend sauberes Trinkwasser gebraucht. Akuthilfe für Kranke und Verletzte sei bisher kaum möglich. „Wer die aktuellen Bilder von Erbil und Dohuk gesehen hat, wo hunderte Familien an den Straßenrändern campieren, kann sich vorstellen, dass dort dringend Unterstützung notwendig ist“, betont Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden um die Arbeit der lokalen Partnerorganisationen wie u.a. CAPNI (Christian Aid Programm in Northern Iraque) bestmöglich zu unterstützen. Spenden-Kennwort „Nothilfe Nordirak“, Spendenkonto „Erste Bank“ IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 BIC: GIBAATWWXXX.

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ISSN 2222-2464