Diakonie baut Hilfe für Flüchtlinge in Libanon und Jordanien aus

Durch den enormen Anstieg der Flüchtlingszahlen hat sich die Gesundheitsversorgung in der Region stark verschlechtert. (Foto: Diakonie Katastrophenhilfe/Ben Nausner)
Durch den enormen Anstieg der Flüchtlingszahlen hat sich die Gesundheitsversorgung in der Region stark verschlechtert. (Foto: Diakonie Katastrophenhilfe/Ben Nausner)

Gesundheitliche Versorgung von Müttern und Kleinkinder besondere Herausforderung

Beirut/Amman/Wien (epdÖ) – Mehr als 4,4 Millionen Flüchtlinge sind laut Vereinten Nationen (UN) seit Ausbruch des Konflikts in Syrien vor knapp fünf Jahren in die angrenzenden Länder geflüchtet. Allein im Libanon leben mehr als 1,1 Millionen syrische Flüchtlinge. Ein Großteil von ihnen hat sich nahe der syrischen Grenze auf der Bekaa Hochebene niedergelassen. Mit der Fortdauer des Konflikts hat sich ihre Lage in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner International Orthodox Christian Charities (IOCC) stelle die Diakonie jetzt für die Arbeit in der Region weitere Mittel zur Verfügung, heißt es in einer aktuellen Aussendung. „Damit wird es möglich, ein laufendes Programms zur Begleitung und Betreuung von schwangeren Frauen, Müttern und Kleinkindern auszubauen“, erklärt Ben Nausner von der Diakonie Katastrophenhilfe, der kürzlich in der Region war.

„Durch den enormen Anstieg der Flüchtlingszahlen hat sich die Gesundheitsversorgung in der Region stark verschlechtert. Vor allem Kinder unter fünf Jahren leiden inzwischen vermehrt unter Mangelernährung und brauchen intensive Betreuung“, berichtet Darwish Khan, Leiter der Krankenstation (Primary Health Care Center) in Chtaura, Bekaa. Die Kürzungen von internationalen Zahlungen und in weiterer Folge der Lebensmittelration des World Food Programm (WFP) haben den Druck auf die Flüchtlingsfamilien und die lokale Bevölkerung weiter erhöht.

Neben dem Libanon hat sich auch die humanitäre Lage in Jordanien für syrische Flüchtlinge und die gastgebenden Gemeinden mit Fortdauer des Konflikts weiter verschlechtert. Mehr als 85% der rund 640.000 offiziell registrierten Flüchtlinge in Jordanien leben laut UNHCR außerhalb von Flüchtlingslagern. „Ein festes und vor dem kalten Winter schützendes Dach über dem Kopf ist für die Familien jetzt am wichtigsten“, sagt Dmitri Djucic, Leiter von IOCC Jordanien. „Weil die Mietwohnungen und Notbehausungen oftmals nur einen notdürftigen Schutz vor Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bieten, verteilen wir jetzt Decken, Matratzen, warme Kleidung, Heizöfen und Heizmaterial als Vorbereitung für den kalten Winter“, berichtet Ben Nausner.

Um die Hilfsaktivitäten vor Ort weiter auszubauen bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden unter dem Kennwort „Nothilfe Syrien“.
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
BIC: GIBAATWWXXX

ISSN 2222-2464