Altsuperintendent Hermann Miklas präsentierte Memoiren in Graz

Ein "ernstes Kind", das später Superintendent der Stiermark wurde: Hermann Miklas präsentiert seine Lebenserinnerungen. Foto: epd/Uschmann
Ein "ernstes Kind", das später Superintendent der Stiermark wurde: Hermann Miklas präsentiert seine Lebenserinnerungen. Foto: epd/Uschmann

Buchvorstellung im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen

Graz (epdÖ) – 19 Jahre lang war Hermann Miklas Superintendent in der Steiermark. Nun hat der mittlerweile 66-Jährige seine Memoiren in schriftlicher Form vorgelegt: Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen hat Miklas sein Buch „Wie gut, dass es im Leben was zu schmunzeln gibt“ mit – so der Untertitel – „überwiegend anekdotischen Lebenserinnerungen“ in der Grazer Buchhandlung Moser präsentiert.

Seine Erzählung beginnt Miklas – „ein ernstes Kind“, wie er sich selbst beschreibt – ganz in der Nähe des traditionsreichen Buchgeschäftes am Eisernen Tor, nämlich bei einem Würstelstand am Grazer Hauptplatz. Von dort aus führt die Reise durch Österreich und die Welt: Heidelberg, wo Miklas studierte, Voitsberg, wo er seine Jahre als Vikar verbrachte, Wien, wo er als Pfarrer an der Lutherischen Stadtkirche wirkte – und Cornwall, wo er eine zweite Heimat fand und heute zeitweise lebt.  En passant erfahren die Leserinnen und Leser, wie es dazu kam, dass Miklas eines Tages ohne Visum in St. Petersburg strandete und sich auf abenteuerlichen Wegen ein neues besorgen musste. Zugleich bietet das Buch aber auch Einblicke in Jahrzehnte kirchlicher, ökumenischer und interreligiöser Arbeit in der Steiermark und Österreich. Persönliche Bilder aus sechs Jahrzehnten ergänzen die heiteren Memoiren einer bewegten Lebensgeschichte.

Niedergeschrieben hat Miklas seine Erinnerungen, „weil ich zunehmend entdecken durfte, wie viel Anlass zum Schmunzeln mir das Leben immer wieder geschenkt hat. Oder zum hintergründigen Lächeln“, verrät er im Vorwort seines Buches, das im Evangelischen Presseverband erschienen ist. Das sei kein Widerspruch zu dem vermeintlich so ernsten Beruf als Pfarrer oder Superintendent, sondern stehe damit sogar im Zusammenhang. Miklas zitiert den Theologen Karl Barth: „Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.“ Vielleicht, so Miklas, schmunzle ja sogar Gott selbst im Himmel hin und wieder „über das, was sich bei uns auf Erden alles so abspielt“.

An die Buchpräsentation schloss ein Podiumsgespräch mit Miklas und dem amtierenden steirischen Superintendenten, Wolfgang Rehner, sowie Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, an.

Miklas, Hermann: Wie gut, dass es im Leben was zu schmunzeln gibt. Überwiegend anekdotische Lebenserinnerungen. 194 Seiten, 24,2 x 16,8 cm, mit zahlreichen Abbildungen, broschiert, Evangelischer Presseverband 2019. ISBN 978-3-85073-375-5, EUR 19,80.

Das Buch ist hier erhältlich.

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ISSN 2222-2464