Wien: Friedenslicht an Pfadfinder aus ganz Europa übergeben

Symbol für Hoffnung und Frieden: Niklas Dumhart gibt das Friedenslicht weiter. Foto: Grohmann
Symbol für Hoffnung und Frieden: Niklas Dumhart gibt das Friedenslicht weiter. Foto: Grohmann

Ökumenischer Gottesdienst in Wien-Simmering

Wien (epdÖ) – Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes ist das Friedenslicht aus Bethlehem am Wochenende in Wien an Pfadfinder aus ganz Europa weitergegeben worden. Gestaltet wurde die Übergabe-Feier vom evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker, dem katholischen Pfadfinder-Bundeskuraten Markus Klepsa, dem anglikanischen Bischofsvikar Patrick Curran und dem Vertreter des Metropoliten der griechisch-orthodoxen Kirche, Diakon Athanasius Buk. Die Übergabe selbst nahm das diesjährige „ORF-Friedenslicht-Kind“ Niklas Dumhart aus Oberösterreich vor.

Wenn es darum geht, die Welt friedlicher und hoffnungsvoller zu gestalten, dann sei jeder Einzelne gefordert, betonte Bischof Bünker in seiner Predigt. Für den Frieden brauche es die direkte Begegnung von Mensch zu Mensch, was auch die Erfahrung von all jenen gewesen sei, die sich in den vergangenen Monaten für Flüchtlinge engagiert hätten. Die Sorge um den Nächsten sei letztlich eine starke Kraft; stärker als alle Ängste hinsichtlich einer ungewissen Zukunft. „Gott braucht jeden von Euch!“, ermutigte Bischof Bünker die Pfadfinder, sich für Frieden und Mitmenschlichkeit in ihrem Alltag einzusetzen.

Der Gottesdienst in der Wiener römisch-katholischen Pfarrkirche Neusimmering stand unter dem Motto „Hoffnung schenken – Frieden finden“. Die Pfadfinder brachten das Licht im Anschluss von Österreich aus in ihre europäischen Heimatländer, wo es zum Weihnachtsfest als Friedenssymbol verteilt wird.
Am 16. Dezember brachte eine Delegation aus Oberösterreich in Begleitung von Diözesan-bischof Ludwig Schwarz und Landeshauptmann Josef Pühringer das Licht aus Bethlehem dann zum Papst. Friedenslicht-Kind Niklas übergab Franziskus die Flamme im Rahmen der wöchentlichen Mittwochs-Audienz im Vatikan.

Seit 1986 wird das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem nach Österreich geholt und anschließend als Symbol für die Hoffnung auf Frieden in die Welt getragen. Der vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ausgegangene Weihnachtsbrauch am Heiligen Abend hat mittlerweile in mehr als 30 Ländern Fuß gefasst. Das Licht wird nicht nur in Europa sondern auch in den USA verteilt. In Österreich selbst wird das Friedenssymbol am 24. Dezember flächendeckend in vielen christlichen Pfarrkirchen, Bahnhöfen, Rot-Kreuz-Stationen, Bundesheer-Kasernen und ORF-Landesstudios verfügbar sein.

ISSN 2222-2464