Wien: Drei Kandidatinnen und zwei Kandidaten stellen sich der Wahl

Eine neue Superintendentin oder einen neuen Superintendenten wählt die Diözese Wien am 9. Juni. Im Bild: die evangelischen Kirchen in der Dorotheergasse im ersten Bezirk. Foto: epd/M. Uschmann
Eine neue Superintendentin oder einen neuen Superintendenten wählt die Diözese Wien am 9. Juni. Im Bild: die evangelischen Kirchen in der Dorotheergasse im ersten Bezirk. Foto: epd/M. Uschmann

Wahl der Superintendentin / des Superintendenten am 9. Juni

Wien (epdÖ) – Drei Frauen und zwei Männer stellen sich der Wahl zur Superintendentin bzw. zum Superintendenten der evangelisch-lutherischen Diözese Wien. Kandidieren werden Hans-Jürgen Deml (58), als Senior einer der Stellvertreter des Superintendenten und Pfarrer in Wien-Neubau/Fünfhaus, Marianne Fliegenschnee (46), Pfarrerin in Wien-Floridsdorf, Pfarrer Matthias Geist (48), der in Wien als Gefängnisseelsorger tätig ist, Seniorin Verena Groh (49), Pfarrerin in Wien-Donaustadt und ebenfalls Stellvertreterin des Superintendenten, sowie Daniela Schwimbersky (44), Pfarrerin der Gemeinde in Wien-Ottakring. Am Samstag, 9. Juni, entscheiden die Delegierten der Wiener Pfarrgemeinden in der Wahlsitzung der Superintendentialversammlung, wer Hansjörg Lein nachfolgt. Er tritt Ende November nach 14 Jahren als Superintendent in den Ruhestand. Die Stellung des Superintendenten bzw. der Superintendentin entspricht der des Diözesanbischofs in der Römisch-katholischen Kirche. Das Leitungsamt wird die neue Superintendentin/der neue Superintendent am 1. Dezember übernehmen.

Zu den Aufgaben der neuen Superintendentin bzw. des neuen Superintendenten gehört die geistliche Führung der Diözese. Sie bzw. er hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und die schriftgemäße Verkündigung. Zu den bischöflichen Rechten gehören die Ordination von PfarrerInnen und die Visitation von Pfarrgemeinden. Wählbar sind akademisch gebildete, ordinierte geistliche AmtsträgerInnen der Evangelischen Kirche A.B., die mindestens 35 Jahre alt sind. Vorgeschlagen wurden die Kandidatinnen bzw. die Kandidaten von den Wiener evangelischen Pfarrgemeinden. Der Superintendent oder die Superintendentin wird von der Superintendentialversammlung, in der Delegierte aller Pfarrgemeinden vertreten sind, für die Dauer von 12 Jahren mit einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt.

Geleitet wird die Wahl von Superintendentialkuratorin Inge Troch, die seit 2006 gemeinsam mit dem Superintendenten an der Spitze der Diözese Wien steht. Sie zeigt sich im Vorfeld der Wahl „dankbar, dass es Personen gibt, die die Voraussetzungen erfüllen und die bereit sind, sich einer solchen Wahl zu stellen. Da gibt es keine Sieger und Verlierer. Denn, das ist typisch evangelisch, wir arbeiten gemeinsam und demokratisch auf allen Ebenen.“

Die Wahlsitzung ist öffentlich und findet am Samstag, 9. Juni, ab 9.00 Uhr im JUFA Hotel Wien City in Simmering statt. Von der Wahl wird der Evangelische Pressedienst live auf evang.at sowie auf twitter.com/EpdOesterreich und facebook.com/evang.at berichten.

Die Diözese Wien: 48.500 Mitglieder in 21 Gemeinden

Die Evangelische Diözese in Wien besteht in ihrer heutigen Form seit 1946 und hat rund 48.500 Mitglieder in 21 Gemeinden. Sie ist damit nach Oberösterreich die an Mitgliedern zweitgrößte evangelisch-lutherische Diözese in Österreich.

Wahljahr in der Evangelischen Kirche A.B.

Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich wählt in diesem Jahr auch sämtliche Gremien neu. Aufgrund des basisdemokratischen Aufbaus wird von unten nach oben neu gewählt. Den Beginn bilden die Gemeindevertretungswahlen, die bereits den ganzen April über laufen. Im Herbst folgen die Wahlen der Leitungsgremien auf diözesaner Ebene, im Dezember tritt dann die neu konstituierte gesamtösterreichische Synode zusammen.

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ISSN 2222-2464