Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung

„Das Lied der bunten Vögel“ war das Motto des diesjährigen ökumenischen Gottesdienstes zur Schöpfungszeit, der in der Evangelischen Volksschule am Karlsplatz gefeiert wurde. Hinten im Bild (v.l.) Pfarrerin Esther Handschin, Weihbischof Franz Scharl und Superintendent Hansjörg Lein. Foto: Laurent Ziegler
„Das Lied der bunten Vögel“ war das Motto des diesjährigen ökumenischen Gottesdienstes zur Schöpfungszeit, der in der Evangelischen Volksschule am Karlsplatz gefeiert wurde. Hinten im Bild (v.l.) Pfarrerin Esther Handschin, Weihbischof Franz Scharl und Superintendent Hansjörg Lein. Foto: Laurent Ziegler

Ökumenischer Gottesdienst zur Schöpfungszeit

Wien (epdÖ) – Die Generationen übergreifende Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung stand am Donnerstag, 22. September, im Mittelpunkt des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur diesjährigen „Schöpfungszeit“ (1. September bis 4. Oktober). Der Gottesdienst, der in der Aula der Evangelischen Volksschule am Wiener Karlsplatz stattfand, stand unter dem Motto „Das Lied der bunten Vögel“ und wurde von den VolksschülerInnen mitgestaltet. Die Ökumene erinnere ihn ein wenig an Vögel, betonte ÖRKÖ-Vorsitzender Superintendent Lothar Pöll in seiner Begrüßung: „Jeder zwitschert etwas anders, gemeinsam ergeben die Töne aber ein schönes Lied“. Auch in der Bewahrung der Schöpfung gehe es nur gemeinsam, zeigte sich Pöll überzeugt.

An dem Gottesdienst wirkten neben Pöll noch zahlreiche weitere Repräsentanten der Ökumene mit: der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein, der katholische Weihbischof Franz Scharl und der griechisch-orthodoxe Bischofsvikar Ioannis Nikolitsis. Die Predigt hielt die methodistische Pfarrerin Esther Handschin. Anwesend waren auch der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der syrisch-orthodoxe Chorespiskopus Emanuel Aydin und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der Erzdiözese Wien, Prof. Rudolf Prokschi.

Pfarrerin Handschin machte in ihrer Predigt den Kindern verständlich, dass „wer allein unterwegs ist, nicht weit kommt“. Auch in der Natur gehe es darum, dass es „verschiedene Pflanzen an einem Ort gibt“ und keine „Monokultur“. Das Plädoyer für „Artenvielfalt“ verband Pfarrerin Handschin mit dem Hinweis auf das Wort Jesu über die Kinder („Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen“). Es brauche die „Kleinen“, damit die „Großen“ auch etwas haben, betonte sie im Hinblick auf den Einsatz etwa der Bienen in der Natur.

Handschin unterstrich, dass Erwachsene von den Kindern lernen können, Vertrauen zu haben, auch Vertrauen auf Gott. Die Menschen müssten zudem gemeinsam immer wieder ihren eigenen Lebensstil hinterfragen und überlegen, ob die Art und Weise, wie Sie leben, einem anderen Lebewesen schade, so die Pfarrerin. Als das Schlusslied „We are the world“ im Chor erklang, wurde deutlich, wie sehr die Kinder an der Evangelischen Schule das Anliegen von „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ verinnerlicht haben.

An der Vorbereitung des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen zur Schöpfungszeit waren auch die Umweltreferenten von Katholischer, Evangelischer und Orthodoxer Kirche sowie die Initiative „Pilgrim-Schulen“ beteiligt.

ISSN 2222-2464