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VEPPÖ-Hauptversammlung informierte über neues Gehalts- und Pensionsschema für PfarrerInnen

Perko: Budget der Gesamtkirche langfristig sichern – Reiner: Konstruktive Zusammenarbeit

Gallneukirchen (epd Ö) – Die Jahreshauptversammlung des Vereins Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer (VEPPÖ) am 29. August im Gästehaus Waldheimat des Diakoniewerkes Gallneukirchen war geprägt von den Informationen über das neue Gehaltsschema und das neue Pensionsschema. „Das ´Gehaltsschema Neu` bringt im Wesentlichen eine flachere Gehaltskurve, sodass die jüngeren Pfarrerinnen und Pfarrer mit einem höheren Anfangsgehalt beginnen“, erklärte Versicherungsmathematiker Dr. Walter Pagler in seinem Vortrag. „Zentrale Vorgabe“ bei dem „Gehaltsschema Neu“ sei gewesen, dass die Lebensverdienstsumme im Vergleich zum alten Gehaltsschema „in etwa“ gleich bleibe. Auch werde es im neuen Gehaltsschema keine Biennalsprünge mehr geben, sondern alle fünf Jahre flachere Gehaltssprünge. Geplant ist, alle Pfarrerinnen und Pfarrer inklusive der sechsten Gehaltsstufe in dieses neue Gehaltsschema zu übernehmen.

„Uns ging es darum, das Budget der Gesamtkirche langfristig zu sichern“, sagte der stellvertretende Obmann des Pfarrervereins, Mag. Manfred Perko, in einem Gespräch mit epd Ö. „Das ist uns, soweit man das heute sagen kann, nach bestem Wissen und Gewissen gelungen.“ Die Alternative wäre gewesen, dass nicht nur die Gehälter und Pensionen nicht gesichert wären, sondern wahrscheinlich aus finanziellen Gründen irgendwann auch keine neuen KollegInnen mehr eingestellt worden wären. „Insofern ging es bei dem neuen Modell in gewissem Sinn auch um die Zukunft der Kirche“, so Perko, der bei allen Verhandlungen über das „Gehaltsschema Neu“ und das „Pensionsschema Neu“ dabei gewesen ist.

„Es ist wichtig, dass wir jetzt umstellen, solange es die Kirche noch bezahlen kann“, sagte Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner gegenüber epd Ö. Mit dem neuen Gehalts- und Pensionsschema können, so Reiner, auch in Zukunft PfarrerInnen angestellt werden, „sodass auch künftig SeelsorgerInnen in unseren Gemeinden arbeiten und für die Menschen da sind.“ Im Blick auf die Erarbeitung des Gehalts- und Pensionsschemas Neu schaue die Oberkirchenrätin „dankbar auf die lang andauernde und auch sehr konstruktive Zusammenarbeit zwischen VEPPÖ und Kirchenleitung.“ Die fachkundige Begleitung von Dr. Pagler habe sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, bilanzierte Reiner, die die Kollektivvertragsverhandlungen gemeinsam mit dem juristischen Oberkirchenrat MMag. Robert Kauer geleitet hatte.

Im neuen Pensionsschema gibt es nur noch zwei pensionsauszahlende Stellen, die ASVG-Pension und die Pension aus dem Pensionsinstitut. Im alten Schema wurde die Differenz zu 80 Prozent des letzten Gehalts von der Kirche gedeckt. Dies sei auf Dauer von der Kirche nicht mehr zu leisten gewesen, das neue Gehalts- und Pensionsschema sichere „langfristig“ die Gehälter und Pensionen, so Pagler.

Die Erarbeitung des nun vorliegenden neuen Gehaltsschemas und Pensionsschemas hat mehr als drei Jahre gedauert. Noch im September sind die Mitglieder des VEPPÖ in einer Urabstimmung gefragt, ob sie diesem gemeinsamen Vorschlag der Kirchenleitung und des VEPPÖ zustimmen. Das Ergebnis ist für alle Pfarrerinnen und Pfarrer bindend.

ISSN 2222-2464