Schauspieler Simonischek: „Profitieren heute noch von Zwinglis Reformen“

Schauspieler Max Simonischek nach dem Film im Gespräch mit Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Foto: epd/Uschmann
Schauspieler Max Simonischek nach dem Film im Gespräch mit Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Foto: epd/Uschmann

Offizielle Österreich-Premiere des Films zum Reformationsjubiläum

Wien (epdÖ) – Als einen „sehr aktuellen“ Film sieht Schauspieler Max Simonischek den Streifen „Zwingli. Der Reformator“, in dem er selbst in der Hauptrolle zu sehen ist. In Zeiten von Fake News hätten die gesellschaftlichen Ideale, für die Zwingli stehe, besondere Gültigkeit, sagte der Schauspieler bei einem Podiumsgespräch im Rahmen der Österreich-Premiere des Films am Freitag, 8. November, im Wiener Cine Center. „Wir profitieren heute noch in unserer Demokratie von seinen Reformen.“

Produzentin Anne Walser pflichtete dem bei: „Ich hatte keine Lust, irgendeinen Kostümfilm zu machen.“ Dass es ein Mensch „im tiefsten Mittelalter“ geschafft habe, andere dazu zu bringen, „den Drahtziehern auf die Finger zu schauen“ sei noch heute eine Inspiration.

Bevor er die Rolle in dem von Regisseur Stefan Haupt verantworteten Film übernommen habe, sei Zwingli für ihn ein „völlig unbeschriebenes Blatt“ gewesen, erklärte Simonischek dem Publikum. Das habe es erleichtert, sich ihm unbefangen zu nähern. Interessant sei für ihn vor allem der Kontrast des Zwingli-Bildes in der Schweizer Bevölkerung und des historischen Urteils über den Reformator gewesen. Gängig sei eine Sicht auf Zwingli, die ihn als arbeitsbeflissen, lustfeindlich und streng abkanzle. „Bei der Faktensichtung stellten wir ein Bild Zwinglis fest, das sehr lebensbejahend war. Diese Differenz haben wir als Einladung begriffen, das Zwinglibild zu reformieren.“

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ISSN 2222-2464