Reformobil bei Fest am Rathausplatz erstmals in Bewegung

Ein Jahr lang wurde daran gearbeitet, am 30. September wird das Reformobil am Wiener Rathausplatz erstmals in Betrieb genommen. Foto: Matthias Streibel
Ein Jahr lang wurde daran gearbeitet, am 30. September wird das Reformobil am Wiener Rathausplatz erstmals in Betrieb genommen. Foto: Matthias Streibel

Nur mehr wenige Tage bis zum Start der Zeitmaschine

Wien (epdÖ) – Nur mehr wenige Tage, dann wird beim großen Reformationsfest am 30. September am Wiener Rathausplatz eine Zeitmaschine in Betrieb genommen: Vor gut einem Jahr haben Österreichs Evangelische Kirchen und die Diakonie Eine Welt gemeinsam das Projekt #Reformobil ins Leben gerufen. Ausgangspunkt dafür waren Fragen, wie die Welt zu Martin Luthers Zeiten aussah und wie sie in 500 Jahren aussehen werde. Die Künstler Till und Santo Krappmann entwickelten schließlich das Konzept für die Zeitmaschine.

Von März bis Juni 2017 kamen dann Kinder aus 23 Kindergärten, Horten und Schulen der Diakonie Bildung in Wien und Mödling zum Einsatz. Ihre Aufgabe war es, sich Gedanken über die Themen Gerechtigkeit, Verantwortung, Erhaltung der Schöpfung und das Leben in 500 Jahren zu machen. Neben der Beschäftigung mit diesen großen Themen wurden die Kinder auch handwerklich aktiv – die fünf Meter lange und sieben Meter hohe Zeitmaschine musste schließlich auch gebaut werden. Jede Einrichtung bekam andere Aufgaben und Rohmaterialien und arbeitete an den Einzelteilen. Die kreative Gestaltung lag ganz bei den Kindern und Jugendlichen. „Wir waren überwältigt, mit wie viel Phantasie und Talent die Kinder und Jugendlichen unsere Anleitungen umgesetzt hatten. Wenn die Zukunft nur halb so bunt wird wie diese Skulptur, dann können wir viel Vertrauen in unsere jungen Hände haben“, so die beiden Künstler.

Nun fiebern die Kinder der Inbetriebnahme der Zeitmaschine bereits gespannt entgegen, denn beim Reformationsfest soll sich zeigen, ob das gebaute Werk tatsächlich funktioniert und sich die Arbeit gelohnt hat. Bis dahin wird in den verbleibenden Tagen noch der letzte Feinschliff vorgenommen.

Wenn beim Fest die Einzelteile zusammengesetzt werden und die evangelische Pfarrerin Maria Katharina Moser und Stadtrat Jürgen Czernohorszky die Zeitmaschine durch ein Einrad in Gang setzen, darf die Begleitmusik nicht fehlen. Das Wimmer Gymnasium Oberschützen wird beim Einzug Stücke von Miriam Makeba bis zu bearbeiteten Luther-Werken zum Besten geben.

Eine echte Zeitmaschine sieht man nicht alle Tage. Deshalb gibt es auch die Gelegenheit, mit Hilfe des #Reformobil Hashtag-Printers ein kostenloses Souvenir-Foto mitzunehmen: einfach mit dem Smartphone ein Selfie vor dem Reformobil schießen, auf Instagram mit den Hashtags #reformobil oder #fest500 posten und schließlich das ausgedruckte Foto beim Hashtag-Printer abholen.

Weitere Einblicke in den Entstehungsprozess des Reformobils bieten kurze Videos auf der Website der Diakonie Bildung.

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ISSN 2222-2464