Reformierte Kirchenleitung in Ämter eingeführt

Die Kirchenleitung bei der Amtseinführung in der Wiener reformierten Stadtkirche. Foto: epd/Uschmann
Die Kirchenleitung bei der Amtseinführung in der Wiener reformierten Stadtkirche. Foto: epd/Uschmann

Hennefeld: „Gott ist das Zentrum, die Bibel die Grundlage“

Wien (epdÖ) – Mit einem Festgottesdienst in der Wiener reformierten Stadtkirche wurden am Sonntag, 1. März, der Vorsitzende der Synode H.B., Georg Jünger, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld sowie die Mitglieder des Oberkirchenrats H.B. Klaus Heussler, Gabriele Jandrasits, Michael Meyer und Johannes Wittich in ihre Leitungsämter eingeführt.

Seine Predigt stellte Hennefeld unter das Leitmotiv der Prüfung: „Prüfen tun wir unentwegt, Dinge, Zustände und Menschen.“ Auch in der Kirche werde reichlich geprüft, so prüfe etwa der Oberkirchenrat Gutachten oder andere Vorlagen aus den Gemeinden. Er überprüfe auch die Wahlfähigkeit von Kandidaten, die sich um eine Pfarrstelle bewerben. Geprüft werden müsse auch, ob die eigene Kirchenstruktur noch zeitgemäß sei, sagte der Landessuperintendent.

„Aber wo ist da Gott?“, fragte Hennefeld, „vieles geht auch ohne ihn. Demokratie in der Kirche, Sitzungen, Tagesordnungen“. Und doch sei Gott das Zentrum, die Bibel die Grundlage, auf der geprüft werden müsse: „Wenn wir prüfen auf dieser Grundlage brauchen wir Verstand, Bildung, Herz und Erleuchtung durch den Heiligen Geist.“ Alles zu prüfen heiße dann auch „keinen falschen Heilsbringern nachlaufen, keinen Ideologien verfallen, sich nicht täuschen lassen von billigen Heilsversprechen“. Nicht alles, was sich christlich nenne sei auch christlich, vom Evangelium her gedacht. Aber: „Das Leben aus dem Evangelium, aus der biblischen Botschaft heraus, das ist es, was uns aufgetragen ist.“

Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst vom Albert-Schweitzer-Chor unter der Leitung von Landeskantor Matthias Krampe.

Bilder von der Amtseinführung finden Sie auf foto.evang.at

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ISSN 2222-2464