Reformationsempfang: Auszeichnungen für hervorragende Projekte

Ein Film über die Begegnung mit dem Judentum, ein interreligiöses Projekt Jugendlicher und eine kritische Arbeit über die Zeugen Jehovas gewinnen Preise beim Reformationsempfang

Wien (epd Ö) – „Die Schülerinnen und Schüler waren absolut begeistert von ihrem Projekt und haben mit großem Engagement daran gearbeitet“, erzählt Pfarrer Günter Merz, der Religionslehrer der SchülerInnen, die den Preis des Schülerwettbewerbs „Evangelische Kirche und Judentum“ gewonnen haben. Eingereicht hatte die Gruppe einen Film, der sich mit dem Judentum beschäftigt. Es sei ein „sehr großes Interesse und Engagement“ bei den SchülerInnen des Bundesrealgymnasiums Linz-Hamerlingstraße vorhanden gewesen, „sonst hätten wir das Projekt nicht realisieren können“, sagte Merz bei der Preisverleihung im Rahmen des Reformationsempfangs. Am meisten habe sie die Begegnung mit dem Judentum und mit den Juden beeindruckt, so Kirstin Stuppacher, eine der SchülerInnen, die mitgearbeitet haben an dem Projekt im Religionsunterricht. Ausgezeichnet wurden ferner Projekte an der Volksschule in Ried/Innkreis und an der Hauptschule Kobersdorf.

Den ersten Preis bei den Fachbereichsarbeiten erhält dieses Jahr Nina Wildenauer, die ihre Arbeit mit dem Thema „Gelebter Glaube“ über die Zeugen Jehovas geschrieben hat. „Anfangs war ich sehr skeptisch, als ich die ersten Zeugen Jehovas getroffen habe. Aber meine Vorurteile haben sich schnell verändert. Jeder Zeuge lebt seinen Glauben einhundertprozentig, das muss man auf jeden Fall sagen“, betonte Wildenauer in dem Gespräch mit Udo Bachmair, der den Reformationsempfang moderierte. Der zweite Preis bei den Fachbereichsarbeiten geht an David Schuster für seine Arbeit über Johannes Calvin.

10.000 Euro für innovatives Jugendprojekt

„Der Sinn des Diakoniepreises ist es, diakonischen Projekten mit Vorzeigecharakter Anerkennung zukommen zu lassen und natürlich Unterstützung zu gewähren“, sagte der Präsident der Synode und der Generalsynode, Peter Krömer, bei der Verleihung des Diakoniepreises, der in diesem Jahr an das Projekt „2together1 – Interreligiöses Fest der Jugend in Wels“ gegangen ist. Walter Pachernegg, Jugendreferent und Leiter des Projekts: „Wir haben ein Netzwerk unter verschiedenen Gruppen von Jugendlichen errichtet, damit sich alle einmal kennenlernen.“ Das sei eine „spannende Geschichte“ gewesen, denn es gebe so viele Vorurteile und „falsche Bilder voneinander, was der andere darf und was nicht“.

Der Diakoniepreis „ist für uns eine sehr gute Sache“, sagte der Direktor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Ludwig Scharinger. Es gehe hier um innovative Projekte, „wir werden sicher auch in Zukunft Partner bleiben“. Die Raiffeisenbank Oberösterreich finanziert den Diakoniepreis jährlich mit 10.000 Euro. „Wir haben den Diakoniepreis in diesem Jahr an ein Projekt vergeben, das Milieus zusammenbringt, die sonst nichts miteinander zu tun haben und nebeneinander stehen“, sagte Luise Müller, Vorsitzende des Diakonischen Ausschusses und Superintendentin der Diözese Salzburg/Tirol.

ISSN 2222-2464