05.07.2022

Ökumenische Festivalseelsorge nach Nova Rock auch bei Electric Love Festival dabei

Evangelische Jugend steht „mit offenen Ohren und Herzen“ bereit

Nach Nova Rock auch beim Electric Love Festival dabei: Diakon Oliver Könitz und Lui, jüngste ehrenamtliche Mitarbeiterin im Seelsorgeteam. Foto: Oliver Könitz

Evangelische Jugend steht „mit offenen Ohren und Herzen“ bereit

Nickelsdorf/Salzburg (epdÖ) – Nach dem Nova Rock-Festival im Juni wird auch beim Electric Love Festival (ELF) vom 7. bis 9. Juli am Salzburgring ein ökumenisches Seelsorgeteam im Einsatz sein. Auf evangelischer Seite federführend mit dabei sind Oliver Könitz, Diözesanjugendreferent im Burgenland sowie Sarah Wilke, Diözesanjugendreferentin für Salzburg-Tirol. Sie und ihre Kolleg*innen aus Evangelischer und Römisch-Katholischer Kirche haben „ein offenes Ohr und Herz“ für die Anliegen der Festivalbesucher, unterstreichen Könitz und Wilke. Viele der Gespräche seien oberflächlich, viele gingen aber auch in die Tiefe. Hin und wieder seien Gott und Glaube ein Thema.

Während in Deutschland schon seit 2010 Seelsorger*innen bei Musikfestivals fix dazugehören, gibt es dieses Angebot hierzulande erst seit 2018. Als Trägerin des Einsatzes sind Katholische und Evangelische Jugend verantwortlich, wobei beim Nova Rock-Festival heuer die evangelischen Mitarbeitenden erstmals offiziell von den Superintendenzen entsandt worden waren. Insgesamt 14 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende, acht der Katholischen und sechs der Evangelischen Jugend, waren vom 9. bis 12. Juni auf den Pannonia Fields bei Nickelsdorf im Einsatz. In Seminaren und Online-Kursen wurden sie auf dieses spezielle Ereignis mit etwa 200.000 Besucher*innen vorbereitet. Mit seinen 50 Jahren ist Diakon Oliver Könitz der älteste im Team, mit 19 Jahren die ehrenamtliche Mitarbeiterin Lui die jüngste. Der Großteil ist Mitte 20 bis Mitte 30. Und die Besucher*innen? „Die Altersspanne ist je Festival natürlich verschieden, bei Nova Rock findet man sicher mehr Ältere ‚Ü40‘ als beim Electric Love“, weiß Könitz.

Seelsorgeteam vermittelt Sicherheit

Bei 200.000 Besucher*innen gebe es alles, was es etwa auch in einer Stadt gibt, erzählt Könitz. „Da braucht es auch die Seelsorge, deren Blick und Hilfe vielen Menschen Sicherheit gibt.“ Über eineinhalbtausend Gespräche wurden geführt, die meisten zwischen 15 und 20 Minuten lang. Die Themen waren breitgestreut, erzählt Könitz, „von Liebeskummer, über psychische Überbelastung bis zu Suizid“. Viele, so Könitz, „waren aber einfach nur dankbar und glücklich, dass es diesen besonderen Service gab“. Die Präsenz der Seelsorger*innen verspürten viele Besucher*innen auch als Sicherheit. So wüssten sie, an wen sie sich im Krisenfall wenden könnten. „Wir sind für viele ein ganz besonderes Sicherheitsnetz, um das Festival mit allen Sinnen genießen zu können“, sagt Diakonin Sarah Wilke. Wenn es zu besonders kritischen Momenten kommt, fungieren Evangelische und Katholische Jugend auch als Bindeglied zu den Blaulichtorganisationen.

Beim Electric Love Festival vom 7. bis 9. Juli am Salzburgring wird das ökumenische Seelsorgeteam wieder im Einsatz sein. Die freudige Aufregung auf das Electric Love Festival ist jetzt schon im ganzen Seelsorge-Team zu spüren“, erzählt Oliver Könitz. Und Sarah Wilke ergänzt: „Das Team aus evangelischen und katholischen Menschen, denen die jungen Erwachsenen am Herzen liegen, ist super zusammengewachsen. Auch beim ELF werden wir diesen Vibe wieder spüren. Davon bin ich überzeugt!“

Nach dem Electric Love Festival wird das ökumenische Seelsorgeteam auch beim Frequency Festival vom 18. bis 20. August in St. Pölten anwesend sein.

ISSN 2222-2464

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Schlagworte

Sommer | Festival | Ökumene | Seelsorge

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