Leiden der irakischen Zivilbevölkerung nimmt zu

Dringender Aufruf der Diakonie zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen

Wien, 2. April 2003 (epd Ö) Einen dringenden Aufruf, das ökumenische internationale Hilfs-Netzwerk der Diakonie „Action by Churches Together“ (ACT) bei seiner humanitären Hilfe im Irak zu unterstützen, hat die Diakonie Österreich an die Öffentlichkeit gerichtet. In einer Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass das Leiden und die Not der irakischen Zivilbevölkerung angesichts der täglichen Bombardements vor allem in Städten wie Basra oder Bagdad immer größer wird. Immer mehr Menschen suchten, so die Diakonie Österreich, die zu Hilfszentren umfunktionierten Schulen, Kirchen und Moscheen auf, die vom diakonischen Hilfsnetz der Kirchen im Irak betreut werden. In der Hoffnung, dass kirchliche Gebäude von den Bomben verschont würden, verbringen sie dort die Nächte und erhalten Nahrung, Decken und Medikamente.

Die Hilfszentren sind darauf eingestellt, im Bedarfsfall bis zu 16.000 Menschen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten zu versorgen. Zurzeit werden die Vorräte aufgestockt. Ein weiterer Hilfsgütertransport nach Bagdad von 250 Zelten, 8000 Decken, 1500 Lebensmittelpaketen sowie Medikamenten wird derzeit von ACT vorbereitet.

Ökumenisches Friedensgebet in Amman

Eine strikte Trennung von militärischen Aktionen und humanitärer Hilfe hat erneut der Direktor der Diakonie Österreich, Pfarrer Mag. Michael Chapupka, gefordert. Die Bestrebungen der USA, ein eigenes Büro für Wiederaufbau und Humanitäre Hilfe mit militärischem Personal zu errichten, versuchen, so Chalupka, die Neutralität der Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen und der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu unterlaufen.

Bei einem ökumenischen Gottesdienst in Amman beteten den Angaben der Diakonie Österreich zufolge rund 500 Protestanten, Römische Katholiken und Orthodoxe gemeinsam für den Frieden im Irak und in Palästina.

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ISSN 2222-2464