Kremsmünster: Sommerakademie sucht Gott in digitaler Welt

Ethischen Fragen in Zusammenhang mit Digitalisierung und künstlicher Intelligenz geht die diesjährige Sommerakademie in Kremsmünster nach. Foto: Florian Voggeneder/Ars Electronica Center
Ethischen Fragen in Zusammenhang mit Digitalisierung und künstlicher Intelligenz geht die diesjährige Sommerakademie in Kremsmünster nach. Foto: Florian Voggeneder/Ars Electronica Center

Digitale Theologie und Künstliche Intelligenz im Blickfeld

Linz (epdÖ) – Die rasante digitale Entwicklung stellt auch Kirchen und Theologie vor Herausforderungen, auf die beide teils noch nicht genügend vorbereitet sind: Diesem Grundgedanken folgt die Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster, die heuer unter dem Titel „Gott und die digitale Revolution“ den Wandel in Technik und Medien beleuchtet. Drei Tage lang – vom 11. bis 13. Juli – geht es in dem oberösterreichischen Benediktinerkloster um Chancen und Grenzen der digitalen Revolution, angefangen von Zukunftshoffnungen durch neue Medien bis hin zu Gefahren künstlicher Intelligenz. Den damit verbundenen Fragen müssten sich die Kirchen stellen, „denn die neuen Technologien stellen das bisherige Welt- und Menschenbild in Frage“, heißt es im Programmfolder.

„Hat Gott noch einen Platz in der neuen Welt dieser Computer?“, lautet eine der Leitfragen der Sommerakademie. Ethische Probleme durch selbstlernende Maschinen, die Rolle der Religion in der digitalisierten Welt, Formen einer „digitalen Theologie“ und auch neue Anfragen an die Menschenwürde durch superintelligente Systeme oder Roboter werden bei den Referaten zur Sprache kommen. Als Experten geladen sind u.a. Yvonne Hofstetter, Geschäftsführerin des weltweit tätigen IT-Unternehmens „Teramark Technologies“ und diesjährige Theodor-Heuss-Preisträgerin, die beiden Nürnberger MedienethikerInnen Johanna Haberer und Werner Thiede sowie die TheologInnen Michael Fuchs (Linz), Ilona Nord (Würzburg) und Peter Kirchschläger (Luzern).

Auch zahlreiche Spitzenvertreter der Kirchen beteiligen sich an der Sommerakademie, darunter der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer und der oberösterreichische Superintendent Gerold Lehner mit Eröffnungsansprachen sowie der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl, sein serbisch-orthodoxer Amtskollege Andrej Cilerdzic und der niederösterreichische Superintendent Lars Müller-Marienburg als Teilnehmer an einer Podiumsdiskussion. Ein ökumenischer Gottesdienst in der Stiftskirche und ein Empfang durch Landeshauptmann Thomas Stelzer sind im Rahmen der Tagung vorgesehen.

Die Ökumenische Sommerakademie ist eine Veranstaltung der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz, des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, des Evangelischen Bildungswerks Oberösterreich, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, des Stiftes Kremsmünster sowie der Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Radio und des Landes Oberösterreich. Eine Besonderheit bei der diesjährigen 20. Auflage der Sommerakademie ist zudem die Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Center (AEC) in Linz, dessen wissenschaftlicher Leiter Gerfried Stocker die Perspektiven der digitalen Entwicklung schildern wird.

Die Teilnahme an der Sommerakademie steht allen Interessierten offen, auch die Anmeldung zu einzelnen Tagen ist möglich (25 bis 60 €). Anmeldung unter 0732/784293 oder unter ta.zn1534791434il-uk1534791434@eime1534791434dakar1534791434emmos1534791434

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ISSN 2222-2464