Kirchen laden zum siebten Mal zur „Langen Nacht“ ein

Ein Projekt aller christlichen Kirchen: (v.l.) Prälat und Bischofsvikar Karl Rühringer, Michael Wolf, Senior der evangelischen Diözese A.B. Wien und der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar und Vorsitzende des ÖRKÖ Nicolae Dura bei der Pressekonferenz in der Virgilkapelle in Wien
Ein Projekt aller christlichen Kirchen: (v.l.) Prälat und Bischofsvikar Karl Rühringer, Michael Wolf, Senior der evangelischen Diözese A.B. Wien und der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar und Vorsitzende des ÖRKÖ Nicolae Dura bei der Pressekonferenz in der Virgilkapelle in Wien

Mehrere tausend Veranstaltungen erwarten die BesucherInnen am 27. Mai

Wien (epd Ö) – Hunderte Kirchen in ganz Österreich machen am 27. Mai wieder die Nacht zum Tag und öffnen ihre Pforten bereits zum 7. Mal: 700 Kirchen und 3200 Veranstaltungstermine warten auf die BesucherInnen in der „Langen Nacht der Kirchen“. Die Idee der „Langen Nacht der Kirchen“ hat inzwischen Nachahmer gefunden: Auch in Tschechien, Ungarn und Deutschland laden die Kirchen ein zu einer „Langen Nacht“.

„Die ‚Lange Nacht‘ der Kirchen soll ein fröhliches Forum werden, in dem die Kirchen einen Blick nicht nur in das Innere ihrer Räume gewähren, sondern auch Einblicke in ihre gelebten Überzeugungen“, so Michael Wolf, Senior der evangelischen Diözese A.B. Wien, in einer Pressekonferenz zur Vorstellung der „Langen Nacht der Kirchen“ am 17. Mai in der Virgilkapelle in Wien. Die BesucherInnen erwarten von den Kirchen etwas Besonderes, ist er überzeugt. Sie wollen in eine Welt eintauchen, die ihnen gleichermaßen vertraut und fremd ist. „In einigen evangelischen Kirchengemeinden werden Programme geboten, die aufmerksam machen auf neuralgische Punkte in unserer Gesellschaft, diese benennen und auch Auswege aufzeigen.“ So wird es im 7. Bezirk ein Gebet zur globalen Gerechtigkeit und einen Bericht zur brisanten Frage der Migration aus Nordafrika nach Europa geben.

Prälat Karl Rühringer, Bischofsvikar für das Vikariat der Stadt Wien, betonte die ökumenische, grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der „Langen Nacht der Kirchen“. So werden heuer zum ersten Mal auch die Slowakei und Ungarn dabei sein, bereits vergangenes Jahr machten alle Diözesen Tschechiens mit. „Am 27. Mai wird es eine große, mitteleuropäische Gemeinsamkeit geben im Glauben, aber auch im Zusammenrücken von Menschen.“

„Als starkes Zeichen der Einheit der Christen“ sieht der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) Nicolae Dura die „Lange Nacht der Kirchen“. Aus ökumenischer Sicht bedeute die „Lange Nacht“ die „Möglichkeit, Gott aus unterschiedlichen Traditionen kennen zu lernen und wertvolle Gemeinschaftserfahrungen zu machen“.

Das Programm der diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“ wurde in der mittelalterlichen Virgilkapelle präsentiert. Im Rahmen der „Langen Nacht“ wird die von den Wien-Museen verwaltete Kapelle erstmals für BesucherInnen offen stehen.

Weitere Informationen und Programmpunkte der „Langen Nacht der Kirchen“ unter www.langenachtderkirchen.at

ISSN 2222-2464