Hirtenberg: Brand in Flüchtlingsheim der Diakonie

Das Feuer im Flüchtlingsheim in Hirtenberg konnte rasch gelöscht werden. Derzeit sind die jugendlichen Flüchtlinge in Wiener Notquartieren untergebracht. Foto: M. Igelsböck/pixelio
Das Feuer im Flüchtlingsheim in Hirtenberg konnte rasch gelöscht werden. Derzeit sind die jugendlichen Flüchtlinge in Wiener Notquartieren untergebracht. Foto: M. Igelsböck/pixelio

Jugendliche Flüchtlinge werden medizinisch und psychologisch betreut

Hirtenberg (epdÖ) – Im Flüchtlingsheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Diakonie im niederösterreichischen Hirtenberg (Laura Gatner-Haus) ist am Mittwoch, 7. Dezember, kurz vor zwei Uhr nachts aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. Das Feuer ist von einem Zimmer mit mehreren Stockbetten im ersten Stock ausgegangen und konnte rasch gelöscht werden. Nach der Erstversorgung wurden die Jugendlichen im Turnsaal der Hauptschule untergebracht. Von den 13 Jugendlichen, die mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sind sechs bereits wieder entlassen. Am Mittwochvormittag wurde klar, dass das Feuer einen Wasserrohrbruch verursacht hat. Betroffen von Brand und Wasserschaden sind fünf Zimmer des Hauses und die Küche.

Christoph Riedl, Leiter des Diakonie Flüchtlingsdienstes, ist erleichtert, dass alle Bewohner außer Gefahr sind. „Das Wichtigste für uns ist, dass die Sicherheit und Gesundheit unserer jugendlichen Klienten nicht gefährdet sind. Wir kümmern uns um ihre körperliche Gesundheit, aber auch um ihren psychischen Zustand, denn die Burschen stehen unter Schock und brauchen individuelle Betreuung“, schildert Riedl die Lage.

Sachverständige haben die vorübergehende Evakuierung des Laura Gatner Hauses angeordnet. Die Jugendlichen übersiedeln jetzt vorübergehend in ein Wiener Notquartier der Diakonie. Eine Rückkehr ins Haus in Hirtenberg soll innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen möglich sein, hofft Riedl. Das Rote Kreuz Wien unterstützt die Diakonie bei der Notunterbringung der Jugendlichen.

In der Zwischenzeit sind die Verursacher das Brandes ausgeforscht worden. Laut der NÖ-Sicherheitsdirektion handelt es sich um zwei 15jährige afghanische Asylwerber. Als Motiv nannten sie den Willen, das Haus zu zerstören, machten aber keine näheren Angaben zu den Hintergründen.

Für die jugendlichen Bewohner, die bei der Flucht aus dem Haus auch das Wenige zurücklassen mussten, das sie besaßen, hat die Diakonie zur Hilfe aufgerufen: Spendenkonto PSK 90 006 423, BLZ: 60000, Kennwort: Jugendliche Hirtenberg.

ISSN 2222-2464