Gott straft nicht

"Wir glauben an keinen Gott, der uns bestraft und der durch einen Virus, eine schleichende Naturkatastrophe, mit uns spricht. Gott handelt nicht durch Strafe." Foto: pixabay
"Wir glauben an keinen Gott, der uns bestraft und der durch einen Virus, eine schleichende Naturkatastrophe, mit uns spricht. Gott handelt nicht durch Strafe." Foto: pixabay

Michael Chalupka darüber, warum Gott nicht durch Viren spricht

Ist das Corona-Virus eine Strafe Gottes? Will Gott uns damit etwas sagen? Für uns Christen gibt es auf diese Frage ein klare Antwort. Wir glauben an keinen Gott, der uns bestraft und der durch einen Virus, eine schleichende Naturkatastrophe, mit uns spricht. Gott handelt nicht durch Strafe.

Wir sind mitten in der Passionszeit, in der Zeit vor Ostern, in der wir das Leiden Jesu und das Leiden in der Welt bedenken. Da heißt es: Jesus ist für uns gestorben. Er hat alles auf sich genommen. Dadurch ist die Vorstellung eines strafenden Gottes ein für alle Mal erledigt. Es heißt auch, Gott hat dadurch die Welt versöhnt. Gott straft nicht, sondern er ist gnädig und barmherzig.

Gott will uns auch durch den Corona-Virus nichts sagen. Gott spricht nicht durch Viren.

Wir Christen glauben, dass Gott uns durch Jesus schon alles gesagt hat.
Wir werden ermutigt den Weg Jesu weiter zu gehen, auf einander Acht zu geben, die Schwachen und Gefährdeten besonders zu schützen, die Nächsten zu lieben und zu stärken.
Uns um die besonders zu kümmern, denen Gefahr droht, sei es hier durch das Virus oder in den Flüchtlingslagern der griechischen Inseln.

Die Botschaft Jesu ist es das Leben zu schützen, den Schwachen beizustehen, aufeinander zu achten, wo immer das Leben bedroht ist. Diesem Weg zu folgen, dazu braucht es keinen Virus, aber alle diese Haltungen werden deutlich in einer Zeit in der wir uns um einander sorgen.

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ISSN 2222-2464