Georg Jünger neuer Vorsitzender der Synode H.B.

Der Jurist Georg Jünger (im Bild) übernimmt den Vorsitz der Synode H.B. von Volker Benz (Foto: DBJ/Himml)
Der Jurist Georg Jünger (im Bild) übernimmt den Vorsitz der Synode H.B. von Volker Benz (Foto: DBJ/Himml)

Bisheriger Vorsitzender Heinrich Benz zurückgetreten

St. Pölten (epdÖ) – Die Synode H.B. hat den Wiener Rechtsanwalt Georg Jünger (44) zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte am Montag, 8. Dezember, in St. Pölten und war notwendig, da der bisherige Vorsitzende Heinrich Benz nach 28 Jahren kirchlicher Tätigkeit alle Funktionen zurückgelegt hatte. Benz begründete diesen Schritt mit der positiven Stellungnahme des Oberkirchenrates A.u.H.B. zum Fortpflanzungsmedizingesetz, die er „aus ethischen Gründen in keiner Weise mittragen“ könne. „Für mich gibt es kein Recht auf ein Kind, sondern nur ein Recht des Kindes auf Vater und Mutter. Ein Kind ist nach meinem evangelischen Verständnis eine gute Gabe Gottes und keine Wunscherfüllung“, so Benz.

Der neue Vorsitzende der Synode H.B., der dann auch zum Vizepräsidenten der Generalsynode gewählt wurde, gehört seit neun Jahren dem Presbyterium der reformierten Pfarrgemeinde Wien-Innere Stadt an und war bereits für seine Kirche im Rechts- und Verfassungsausschuss wie auch als stellvertretendes Mitglied im Disziplinarsenat tätig.

Ulrich Körtner, der Ordinarius für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und Inhaber des reformierten Lehrstuhls, wurde nach der Emeritierung von Wolfgang Wischmeyer, dem Ordinarius für Kirchengeschichte, von der Fakultät in die Synode H.B. entsendet, die ihn wiederum in die Generalsynode wählte.

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ISSN 2222-2464