„Gemeinsam gegen den Terror“

Miteinander zu reden, Konflikte gewaltfrei zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen, dazu wollen die Jugendorganisationen anregen. Foto: BJV/Tahad Ahmad
Miteinander zu reden, Konflikte gewaltfrei zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen, dazu wollen die Jugendorganisationen anregen. Foto: BJV/Tahad Ahmad

Jugendorganisationen setzen ein Zeichen gegen Gewalt

Wien (epdÖ) – Um ein Zeichen gegen Terror und Gewalt zu setzen, versammelten sich am Mittwoch, 10. August zahlreiche VertreterInnen verschiedener Jugendorganisationen am Minoritenplatz in Wien. Die Aktion sei als Reaktion auf die Gewalttaten, Amokläufe und Terrorakte der letzten Wochen zu verstehen, die auch in Jugendorganisationen große Bestürzung ausgelöst hätten, heißt es in einer Aussendung der Bundesjugendvertretung. Ebenso erschütternd sei, dass durch die Vorkommnisse eine Kette an Schuldzuweisungen und Angst in Gang gesetzt werde. „Darum ist es für die jungen Menschen umso wichtiger, zu zeigen, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen näher zusammenrücken müssen, um die Botschaft auszusenden: Wir sind gegen Gewalt – wir sind gegen Terror!“, so die Aussendung.

Das Motto der Veranstaltung lautete „Gemeinsam gegen Terror“, dementsprechend waren auf Schildern und Transparenten Slogans zu lesen wie „Pfadfinderin gegen Terror“, „Muslime gegen Gewalt“ oder „Jugendliche gegen Terror“. Das Einstehen gegen Gewalt über viele ideologische, politische und konfessionelle Grenzen hinweg sei ein wichtiges Anliegen junger Menschen.

Miteinander reden

„Die sich immer schneller drehende Spirale von Gewalt und Terror aus den unterschiedlichsten Anlässen lässt viele Mitmenschen mit Erschütterung und Entsetzen zurück, sie löst zum einen Fluchtreflexe und Rückzug, zum anderen Gegengewalt aus“, sagte Ulrich Böheim, Vorsitzender der Evangelischen Jugend Österreich. „Wer auf der Strecke bleibt, das sind Wehrlose und Unschuldige. Wir wollen anregen, dass wir miteinander reden, Konflikte gewaltfrei lösen und respektvoll miteinander umgehen – damit ein friedliches Zusammenleben auf unserer Erde möglich ist.“ Matthias Kreuzriegler, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich, betonte, „dass wir gemeinsam mit anderen, auch konfessionellen Jugendorganisationen, ein starkes Zeichen der Solidarität, der Nächstenliebe und des Dialogs vermitteln wollen. Wir setzen uns als Katholische Jugend Österreich für einen respektvollen, angstfreien Umgang zwischen den Religionen ein und wollen dies mit unserer Teilnahme klar sichtbar machen.“ Dies sei ein Zeichen gegen die Ereignisse der letzten Zeit, die ein Bild von Zerrissenheit und Konflikt zwischen den Religionen zeichneten.

„Wir machen mit, weil wir vereint gegen Gewalt stehen, egal von wem sie kommt und gegen wen sie gerichtet ist. So wollen wir ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt über die Grenzen aller Religionen und Weltanschauungen hinaus setzen. Wir wollen uns für gesellschaftlichen Frieden einsetzen, damit Hass und Angst keinen Keil in unsere Gesellschaft treiben“, erklärte Nermina Mumic, Vorsitzende der Muslimischen Jugend Österreich.

An der Medienaktion beteiligten sich unter anderem die Bundesjugendvertretung, die Evangelische Jugend, die Katholische Jugend und die Muslimische Jugend Österreich.

ISSN 2222-2464