Evangelischer Diakoniepreis 2003

Hilfsprojekt in der Vojvodina, Arge Villach und CarDia-Ball aus Gallneukirchen ausgezeichnet – Beste Fachbereichsarbeit prämiert

Wien, 30. Oktober 2003 (epd Ö) Ein Projekt der Auslandshilfe der Diakonie Österreich erhält den Diakoniepreis 2003 der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich. Der Preis, der mit 4.270 Euro dotiert ist, wurde heute im Rahmen des Empfangs zum Reformationsfest in der Wiener Akademie der Wissenschaften verliehen. Im Zentrum des ausgezeichneten Projekts steht die Arbeit mit Behinderten in der Vojvodina. Die Hilfe erfolgt in Kooperation mit dem ökumenischen Hilfswerk in Novisad, der Diakonie Österreich und „Life-Tool“.

In dem Beratungszentrum in Novisad sind zehn behindertengerechte Computerarbeitsplätze untergebracht. Kurse werden angeboten, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern sollen. „Life-Tool“, eine Kooperation der Diakonie Österreich mit dem Forschungszentrums Seibersdorf, stellt die für behinderte Menschen spezifisch angepasste Soft- und Hardware zur Verfügung, die Erfahrungen in der Arbeit fließen wieder in die Weiterentwicklung der Technik ein.

Ein Anerkennungspreis erging an die Arge Sozial Villach, die heuer den 15. Geburtstag feiert. Menschen, die aus dem sozialen Netz gefallen sind, finden in dem von zahlreichen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen getragenen Projekt einen Anker. Stütze und Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das Motto der Arbeit, um die Klienten wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Mit einem weiteren Anerkennungspreis wurde der CarDia-Ball der Begegnung in Gallneukirchen ausgezeichnet. Ein Benefizprojekt mit „faszinierender, gelungener Integration von Menschen mit und ohne Behinderung“, wie der Vorsitzende der Jury, Bischof Mag. Herwig Sturm, betont.

Verliehen wurden die Preise durch den Präsidenten der Generalsynode, RA Dr. Peter Krömer, und den Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Dr. Ludwig Scharinger.

Beste Fachbereichsarbeit beschäftigte sich mit Hinduismus

Ausgezeichnet wurde auf dem Empfang zum Reformationsfest auch die beste Fachbereichsarbeit in evangelischer Religion. Der Preis ging an Mareike Tiede, die sich mit einer philosophischen Strömung des Hinduismus beschäftigt hatte. Betreut wurde die Arbeit von Dr. Peter Gabriel (Salzburg).

ISSN 2222-2464