Evangelische Jugend fordert mehr Geld für Bundesjugendförderung

Durch die Inflation habe die Jugendförderung seit 2001 rund 40 Prozent an Wert eingebüßt, so die EJÖ. Foto: pixabay
Durch die Inflation habe die Jugendförderung seit 2001 rund 40 Prozent an Wert eingebüßt, so die EJÖ. Foto: pixabay

Seit 20 Jahren nicht mehr an Inflation angepasst

Wien (epdÖ) – Die Evangelische Jugend Österreich (EJÖ) hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, die Bundesjugendförderung nach knapp 20 Jahren bei den laufenden Budgetverhandlungen entsprechend anzugleichen. Damit unterstützt sie die von der Bundesjugendvertretung geforderte überfällige Inflationsanpassung, wie die EJÖ in einer Aussendung vom Montag, 2. März, mitteilte.

Seit 2001 habe es keine Wertanpassung der staatlichen Bundesjugendförderung mehr gegeben. Das entspräche einem realen Wertverlust der Fördergelder für die geförderten Kinder- und Jugendorganisationen von rund 40 Prozent, so die EJÖ. „Es ist also hoch an der Zeit, die Förderung nicht nur entsprechend anzuheben, sondern sie den in den letzten 20 Jahren gestiegenen Anforderungen in der außerschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anzupassen.“

Bundesgeschäftsführerin Löbl: „Merken stillen Wertverlust immer stärker“

„Gerade als Kinder- und Jugendorganisation, deren Engagement zum überwiegenden Teil auf ehrenamtlicher Arbeit beruht, merken wir den stillen Wertverlust der Förderungsgelder Jahr für Jahr immer stärker“, so die Bundesgeschäftsführerin der EJÖ, Elisabeth Löbl. Es bedeutet, den Rahmen für Projekte für Kinder und Jugendliche immer enger zu stecken, Angebote zurückzufahren und in letzter Konsequenz nicht mehr anzubieten. Den vielfältigen Ansprüchen, die junge Menschen an moderne Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben, ist mit real immer geringer werdenden Mitteln kaum mehr sinnvoll und glaubwürdig zu begegnen.

„Wir fordern eine gesetzlich verankerte jährliche Indexanpassung der Basis- und Projektförderung, die notwendig ist, um weiterhin professionell arbeiten und auf die Ansprüche junger Menschen gut eingehen zu können. Wir gehen davon aus, dass dies im Sinne aller Beteiligten zentral wichtig ist“, so Löbl.

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ISSN 2222-2464