Erfolgreiche Bilanz der österreichischen Ratspräsidentschaft

Oberkirchenrat Kneucker: Reibungslose Zusammenarbeit der Kirchen miteinander

Wien (epd Ö) – „Für die Kirchen selbst haben wir eine Stärkung der Zusammenarbeit bei den europäischen Themenbereichen erlebt, die reibungslos funktioniert hat. Wir waren sehr zufrieden“, bilanziert der Europaexperte des evangelischen Oberkirchenrats, Dr. Raoul Kneucker, gegenüber epd Ö die österreichische Ratspräsidentschaft der Europäischen Gemeinschaft von Seiten der Kirchen Österreichs. In einem Gespräch mit dem Generalsekretär des Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten, Dr. Johannes Kyrle, im Juni sei „besonders herzlicher Dank“ für die gute Zusammenarbeit ausgedrückt worden: „Das Außenamt hat ersucht, die mit der Ratspräsidentschaft eingerichtete Form der gegenseitigen Kontaktnahme über die beiden Koordinatoren weiter bestehen zu lassen.“ Kneucker, neben Dr. Franz Eckert einer dieser beiden Koordinatoren, betonte, dass die jetzige finnische Ratspräsidentschaft eine ähnliche Form der Zusammenarbeit mit den Kirchen plane, wie es in Österreich geschehen sei: „Die Finnen haben als Nachfolger Österreichs die Kontaktaufnahme mit dem Rat bereits wiederholt.“ Für die Expertengruppe der Kirchen bestätigt der juristische Oberkirchenrat, die Kooperation mit dem Außenamt wie bisher weiterzuführen, „denn während die Europäische Kommission schon eine Praxis der Zusammenarbeit etabliert hatte, musste sie in Bezug auf den Rat noch gefestigt werden“. Dies sei nun geschehen.

Die ökumenische Expertengruppe für Europa setzt sich aus einem „größeren Plenum“ aus Abgesandten der Kirchen und einer Steuerungsgruppe von neun Personen zusammen. Einen Vorsitzenden gibt es nicht in dieser Gruppe, die Zentrale liegt bei Dr. Walter Hagel von der Österreichischen Bischofskonferenz. Ziel sei es auf jeden Fall, so Kneucker, „die Kontakte weiter zu pflegen“.

ISSN 2222-2464