Einzigartiger Bibelgarten im Museumsdorf Niedersulz eröffnet

Zeigt auf besonders exemplarische Weise die Schöpfung Gottes: der Bibelgarten in Niedersulz. Foto: F. Martin
Zeigt auf besonders exemplarische Weise die Schöpfung Gottes: der Bibelgarten in Niedersulz. Foto: F. Martin

Henner: „Der Bibelgarten soll Lust auf die Bibel machen“

Niedersulz (epdÖ) – „Pflanzen in der Bibel“ heißt ein neuer Bibelgarten, der in Kooperation mit der Österreichischen Bibelgesellschaft entstanden ist und am 26. Mai im Museumsdorf Niedersulz eröffnet wurde. Die ökumenische Segnung des Bibelgartens fand unter der Leitung des evangelischen Superintendenten von Niederös-terreich Paul Weiland und Prälat Matthäus Nimmervoll, Abt des Stiftes Lilienfeld, statt.

„Ein Bibelgarten zeigt uns in besonders exemplarischer Weise die Schöpfung Gottes“, so Superintendent Weiland in seiner Funktion als Präsident der Österreichischen Bibelgesell-schaft in seiner Eröffnungsansprache. Nach Grußworten von Edgar Niemeczek, Geschäftsführer der „Kultur.Region.Niederösterreich“, und Dankesworten von Veronika Plöckinger-Walenta, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des Museumsdorfs Niedersulz, stellte die Geschäftsführerin der Österreichischen Bibelgesellschaft Jutta Henner das „Projekt Bibelgarten“ im Detail vor. „In der Bibel sind über hundert Pflanzen erwähnt, die im Weinviertel anbaubar sind“, sagte Henner. Und weiter: „Der Bibelgarten im Museumsdorf soll Lust auf die Bibel machen!“

Auf einem sonnigen, 300 m² großen ehemaligen Wiesenplatz im Bereich „Religion“ des Museumsdorfs wurde zwischen Täuferhaus und Lutherischer Geheimkapelle ein Garten errich-tet, der in seiner Form einmalig in Niederösterreich ist. Der Bibelgarten, der sich unter ande-rem dem Stellenwert von „biblischen“ Pflanzen und ihrer Beziehung zur historischen Garten-kultur widmet, entstand als Kernstück und Weiterführung von „Kümmel, Koriander und Co“, dem diesjährigen Thema des Museumsdorfs rund um die Niederösterreichische Landesaus-stellung in Asparn an der Zaya und Poysdorf, das sich den Pflanzen rund um Brot und Wein widmet.
Die Begriffe Pflanzen und Garten spielen in der Bibel eine grundlegende Rolle. Beginnend beim Schöpfungspsalm, in dem von Wein, Öl und Brot gesprochen wird, über das Hohelied Salomos mit seiner Beschreibung von Rosen, Safran und Henna bis hin zu den vielen Gleichnissen Jesu Christi. Der Mensch wird in der Bibel als Gärtner bezeichnet, aber auch mit Pflanzen oder Samen verglichen. Über allem steht immer der Symbolgehalt der Pflanzen.

Der Garten begegnet in der Bibel als fruchtbarer Lebensraum, als Ort der Freude und Besin-nung, aber auch als ein Ort, der mit Arbeit und Mühe gepflegt werden muss.

Das Blechbläserquartett der Johann Sebastian Bach Musikschule aus Wien sorgte für den stimmungsvollen musikalischen Rahmen.

ISSN 2222-2464