Einsatz für Aidskranke

Generalsynode ruft Gemeinden auf, aktiv gegen Diskriminierung aidskranker Menschen einzutreten

Wien (epd Ö) – „Die Evangelischen Kirchen Österreichs ermutigen ihre Mitglieder und Gemeinden zu einem glaub- und menschenwürdigen Umgang mit HIV-Positiven und an Aids erkrankten Menschen sowie zu einem aktiven Eintreten gegen deren Diskriminierung.“ Das erklärt eine Resolution zum Umgang mit der Immunschwäche HIV/Aids, die am 29. Oktober von der Generalsynode der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Wien einstimmig beschlossen wurde.

In der Resolution werden die Gemeinden aufgerufen, „sich für HIV-Positive und Aidskranke zu öffnen und dafür die Hilfe kompetenter Stellen (z.B. der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungszusammenarbeit) in Anspruch zu nehmen“. An die verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wird appelliert, mehr Mittel für die Aids-Bekämpfung bereitzustellen und einen „ungehinderten und erschwinglichen Zugang zu lebenssichernden Medikamenten für alle Betroffenen zu erreichen“.

Einstellungen zur Sexualität kritisch überprüfen

In der Resolution wird auch festgestellt, dass die Evangelischen Kirchen Österreichs konkrete Programme in Partnerkirchen für die Betreuung der vom HI-Virus Betroffenen und für das Menschenrecht auf medizinische Behandlung von an Aids Erkrankten unterstützen.

Festgehalten wird, dass die Kirchen durch das Evangelium verpflichtet sind, dafür einzutreten, „dass auch angesichts der Verletzlichkeit menschlichen Lebens die Menschenwürde gewahrt bleibt“. „Dazu ist es notwendig, eigene Einstellungen, etwa über Sexualität, kritisch am Evangelium zu prüfen“, heißt es in dem Text der Generalsynode.

ISSN 2222-2464