15.06.2019

Das geschenkte Jahr

Von Gott und der Welt – Michael Chalupka über das Freiwillige Soziale Jahr

"Das Freiwillige Soziale Jahr ist kein verschenktes Jahr, sondern ein wahres Geschenk für alle Beteiligten." Foto: Diakonie/Youtube/Screenshot

Von Gott und der Welt – Michael Chalupka über das Freiwillige Soziale Jahr

Julia tut es. Matthias ist voll dabei. Franziska und Johanna sind begeistert. Alle vier machen ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Einrichtung der Diakonie. Sie engagieren sich im Kindergarten, in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen oder in der Kinderbetreuung in einem Flüchtlingsquartier. Das Freiwillige Soziale Jahr – oder wie es früher geheißen hat, das diakonische Jahr – gibt es seit mehr als 50 Jahren. Der erste Slogan, mit dem dafür geworben wurde, hieß: „Schenk ein Jahr deines Lebens.“ Wie bekannt, kann schenken auch glücklich machen. Durch ihren Einsatz für andere empfinden die FSJ-lerInnen selber dieses Jahr ihres freiwilligen Einsatzes als Bereicherung.

„Ich habe mich verändert“, sagt Johanna, „bin selbstbewusster geworden. Jetzt hab ich einen Plan, was ich in Zukunft machen werde.“ Franziska meint: „Ich bin sehr selbständig geworden, offener vom Denken her, wie ich mit anderen umgehe.“ „Der Einblick in die Berufswelt hat mich reifer gemacht“, sagt Julia, und Matthias ist überzeugt, dass es gut tut „miterlebt zu haben, wie vorurteilsfrei Kinder verschiedener Kulturen miteinander umgehen, um sich über Flüchtlinge eine Meinung zu bilden“.

Alle vier haben viel erlebt und sind beschenkt worden. Das Freiwillige Soziale Jahr ist kein verschenktes Jahr, sondern ein wahres Geschenk für alle Beteiligten. (https://diakonie.at/freiwilliges-sozialjahr)

Michael Chalupka ist evangelischer Pfarrer und designierter Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Kontakt: zvpunry.punyhcxn@rinat.ng

ISSN 2222-2464

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Schlagworte

Diakonie | Chalupka | Soziales | Jugend

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