Bünker: Evangelische Kirche ohne religiöse Bildung nicht vorstellbar

Religionsunterricht hält Bildungsprozesse für Gottesfrage offen

Wien (epd Ö) – „Für die öffentliche Schule stellt der Religionsunterricht die Chance dar, die Bildungsprozesse für die Gottesfrage offen zu halten und gerade so das menschliche Maß zu wahren.“ Das schreibt der evangelisch-lutherische Oberkirchenrat Hon. Prof. Dr. Michael Bünker in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der „Furche“. Für die Schülerinnen und Schüler biete der Religionsunterricht persönliche Orientierung, Sinnfindung und „kritische Aneignung von Werten“. Im Religionsunterricht würden Toleranz und Verständigung geübt, so der für Bildungsfragen zuständige Oberkirchenrat. Indem sich der Religionsunterricht der pluralen religiösen Landschaft öffne, helfe er mit, „die eigene religiöse Identität und Dialogfähigkeit zu entwickeln“.

Aufgrund des reformatorischen Verständnisses – Bünker verweist hier etwa auf das Recht der Gemeinde, die Lehre zu beurteilen, sowie auf das allgemeine Priestertum aller Gläubigen – sei die evangelische Kirche „ohne religiöse Bildung nicht vorstellbar“, betont der Oberkirchenrat.

ISSN 2222-2464