„Brot für Hungernde“: Neue Referentin in ihr Amt eingeführt

Eva Dürr: Verbesserung der Lage von Frauen im Mittelpunkt der Projekte

Wien (epd Ö) – Das Symbol des Brotes prägte die Amtseinführung der neuen Referentin der Aktion „Brot für Hungernde“, Mag. Eva Dürr. Seit September des Vorjahres betreut Dürr die Projekte dieser Aktion der Evangelischen Frauenarbeit Österreich (EFA). Am Samstag, 25. März, wurde Dürr durch Oberkirchenrat Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker und Oberkirchenrat Mag. Thomas Hennefeld im Rahmen der Frühjahrskonferenz der EFA im kardinal könig haus feierlich in ihr Amt eingeführt. Neben der Verantwortung über die Hilfsprojekte und die Betreuung der SpenderInnen sind die Zusammenarbeit mit dem Weltgebetstag der Frauen sowie die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit weitere Schwerpunkte der Arbeit Dürrs.

Für ihre Arbeit wünscht sich die neue Referentin „mehr langfristige Planung, keine Finanzsorgen und keine kirchenpolitischen Hindernisse“. Der religiöse Hintergrund der Aktion „Brot für Hungernde“ ist für Dürr „unterstützende Ideologie des Gedankens der Entwicklungszusammenarbeit“. Deutlich wies Dürr darauf hin, dass Frauen eine grundlegende Rolle in jeder Gesellschaft zukomme. Wenn Frauen an der Verbesserung ihrer Lage arbeiten können – ein zentraler Gedanke der Projekte von „Brot für Hungernde“ – wirke sich dies auch auf die gesamte Gesellschaft aus.

Die Unterstützung der Gesamtkirche versicherte ihr Oberkirchenrat Bünker. Weil „Selbstständigkeit und Verantwortung ein hohes Gut sind“, brauche es die Begleitung Gottes. Dies soll vor Einzelkämpfertum bewahren und die Gemeinschaft stärken. Die Arbeit von „Brot für Hungernde“ sei kein „Tropfen auf dem heißen Stein“, sondern setze etwas in Bewegung, bringe den Menschen Hoffnung und Lebensperspektive, betonte Oberkirchenrat Hennefeld. Die Direktorin der Frauenarbeit, Mag. Barbara Heyse-Schaefer, bezeichnete in ihrer Predigt Brot als „elementares Symbol für das Heil des Lebens“. Es brauche „die Solidarität im Hunger und gegen ihn“, so Heyse-Schaefer. Brot sei aber auch ein „Zeichen unserer Spiritualität“. Im Protest erfahren Frauen Gottes Stärkung: „Beten fängt dort an, wo unser Handeln aufhört.“ Im Brot zeige sich aber auch die Gegenwart Jesu und seine „kompromisslose Option für die Armen“.

Glückwünsche für die neue Referentin überbrachten u.a. Pfarrer Mag. Manfred Golda vom synodalen Ausschuss für Weltmission und Entwicklungszusammenarbeit, Elisabeth Papauschek vom Weltgebetstag der Frauen und Helga Neumayer vom Verein Frauensolidarität.

ISSN 2222-2464