15 Millionen Menschen auf Flucht vor Krieg

„Seit Ausbruch des Krieges in Syrien und durch den gewaltsamen Vormarsch der terroristischen Miliz IS hat sich die Lage der Bevölkerung in der ganzen Region immer weiter verschlechtert“, schildert Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe die Lage in der Region. (Aufnahme aus der syrischen Stadt Aleppo, Foto: Wikipedia/Zyzzzzzy)
„Seit Ausbruch des Krieges in Syrien und durch den gewaltsamen Vormarsch der terroristischen Miliz IS hat sich die Lage der Bevölkerung in der ganzen Region immer weiter verschlechtert“, schildert Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe die Lage in der Region. (Aufnahme aus der syrischen Stadt Aleppo, Foto: Wikipedia/Zyzzzzzy)

Diakonie-Direktor Chalupka: „Die größte Katastrophe ist das Vergessen!“

Wien (epdÖ) – „Es sind vor allem die lang anhaltenden, gewaltsam ausgetragenen Konflikte, deren Folgen verheerend sind: Viele Millionen Unschuldige werden aus ihrer Heimat vertrieben, geraten zwischen Fronten, verlieren all ihr Hab und Gut, ihre Angehörigen, ihre Lebensgrundlage. Betroffen sind alle: Jung und Alt, Frauen und Männer, Kinder und Kranke“, erinnert Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, anlässlich des Internationalen Tages der Humanitären Hilfe am 19. August an das Schicksal von Menschen auf der Flucht.
Es handle sich um die größte Flüchtlingskatastrophe unserer Zeit: Der Krieg in Syrien und die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Irak haben 15 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht und bedrohen die Sicherheitslage des gesamten Nahen Ostens. Seit mehr als fünfeinhalb Jahren kommt die Region nicht mehr zur Ruhe. „Doch wir dürfen vor dem Hintergrund der schlimmen Schlagzeilen nicht die einzelnen Menschen vergessen, die das Kriegsunheil täglich trifft. Denn die größte Katastrophe ist das Vergessen!“, so Chalupka.

„Seit Ausbruch des Krieges in Syrien und durch den gewaltsamen Vormarsch der terroristischen Miliz IS hat sich die Lage der Bevölkerung in der ganzen Region immer weiter verschlechtert“, schildert Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe die Lage in der Region. „Millionen Menschen sind Flüchtlinge im eigenen Land und in den Nachbarländern und leiden unter dem täglichen Überlebenskampf und der fehlenden Perspektive.“ Im Frühjahr 2012 – wenige Monate nach Beginn des Krieges in Syrien – startete die Diakonie Katastrophenhilfe ihr Hilfsprogramm für Menschen, die aufgrund der schweren Kämpfe innerhalb des Landes vertrieben wurden oder in den Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Türkei und Irak Schutz suchen.
„Die Lage der Flüchtlinge, Vertriebenen und Gewaltopfer ist im sechsten Jahr des syrischen Bürgerkrieges so verzweifelt wie nie zuvor“, betont Lassmann. Lebenswichtige Infrastruktur wie Wasserversorgung, Stromnetze und Krankenhäuser sei zerstört, und die Zerstörung gehe täglich weiter. Der Umstand, dass so viele Menschen auf der Flucht nun seit der Sperre der Balkanroute in Südeuropa festsitzen, mache ihre Flucht noch länger und ihre Situation noch weit schwieriger. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstütze unter anderem auch lokale Partnerorganisationen in Griechenland und Serbien, die Menschen aus den Kriegsregionen in ihrem Leid nicht alleine lassen.

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnerorganisationen auf Spenden angewiesen. „Mit zusätzlichen Mitteln können die laufenden Maßnahmen weiter unterstützt und ausgebaut werden. Längerfristig gehört dazu vor allem die Förderung von Schulkindern sowie von Gesundheits- und Ernährungssicherung für Menschen auf der Flucht“, so Lassmann abschließend.

Spendenkonto: IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 (Erste Bank), Spenden-Kennwort: „Syrien/Irak Nothilfe“, http://katastrophenhilfe.diakonie.at

ISSN 2222-2464