VCÖ-Mobilitätspreis für steirische ökumenische Aktion „Autofasten“

Im kommenden Jahr soll die Aktion österreichweit wiederholt werden

Wien-Graz, 5. Oktober 2005 (epd Ö) – Die steirische ökumenische Aktion „Autofasten“ wurde mit dem Mobilitätspreis des „Verkehrsclubs Österreich“ (VCÖ) in der Kategorie „Organisationen“ ausgezeichnet. Die Diözese Graz-Seckau hatte gemeinsam mit der Katholischen Aktion und der Evangelischen Kirche in der Fastenzeit zum „Autofasten“ aufgerufen. „Wir wollten den Menschen die Alternativen zum Auto schmackhaft machen“, beschreibt die Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau, Hemma Opis-Pieber, das Ziel der Aktion, die auf großes Interesse gestoßen sei. Hemma Opis-Pieber und Pfarrer Michael Meyer vom evangelischen Arbeitskreis für Umweltfragen (in Vertretung von Prof. Johann Georg Haditsch) nahmen die VCÖ-Auszeichnung bei einer Feier im Wiener Technischen Museum entgegen.

Die Grazer Initiative soll 2006 österreichweit wiederholt werden. Diese Österreich-Initiative, die mit den öffentlichen Verkehrsunternehmungen koordiniert werden soll, wird derzeit auf ökumenischer Basis vorbereitet. Bei der Überreichung des VCÖ-Preises äußerten sich Opis-Pieber und Meyer kritisch zu dem Vorhaben von Verkehrsminister Hubert Gorbach, auf bestimmten Streckenabschnitten österreichischer Autobahnen 160 Stundenkilometer zuzulassen. Es sei längst bekannt, dass hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr nicht nur ein Sicherheitsproblem darstellen, sondern auch „erhebliche Emissionssteigerungen sowie Lärmbelästigungen mit sich bringen“. Schon jetzt trage der Straßenverkehr zu 51 Prozent zum aktuellen CO2-Ausstoß bei. Die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche bemühen sich um eine österreichweite Koordination ihrer Aktivitäten. Zuletzt waren sie in Linz zu einer ökumenischen Konferenz zusammengetroffen. Eine Frucht dieser Bemühungen ist der zurzeit laufende „Grundkurs Nachhaltigkeit“.

ISSN 2222-2464