Transparenz: Neues Spendengütesiegel

Werk für Evangelisation und Gemeindeaufbau unter den ersten Hilfsorganisationen, die mit dem neuen Gütesiegel ausgezeichnet wurden

Wien, 28. November 2001 (epd Ö) Das Werk für Evangelisation und Gemeindeaufbau der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich ist unter den ersten Non-Profit-Organisationen, die das österreichische Spendengütesiegel erhalten. Nach fast zweieinhalbjährigem Tauziehen wurden die ersten 44 Hilfsorganisationen am 14. November in einer Galanacht, durch die Barbara Stöckl führte, mit dem Spendengütesiegel ausgezeichnet.

Das Gütesiegel, das auf einem System der freiwilligen Selbstverpflichtung basiert, soll für mehr Transparenz und Sicherheit sorgen. Mehr Qualität gewährleiste vor allem ein umfassender Kriterienkatalog, den die Organisationen zu erfüllen haben, erläuterten die Verantwortlichen bei einer Pressekonferenz. Vergeben wird das Gütesiegel von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

Laut Robert Francan von der Interessenvertretung österreichischer gemeinnütziger Vereine (IÖGV) fallen von den rund 6,8 Milliarden Schilling an Privatspenden allein auf die ausgezeichneten Organisationen rund 890 Millionen Schilling. 81 Prozent aller Erwachsenen spenden mindestens einmal jährlich Geld, pro Person sind es rund 1.300 Schilling. An der Spitze der Verwendungszwecke stehen dabei Kinder, gefolgt von Menschen mit Behinderung, internationale Katastrophenhilfe, Armut in der Welt sowie Umwelt- und Tierschutz.

Zu den ausgezeichneten Organisationen zählen u.a.: Aids Hilfe Wien, Aktion Leben Österreich, amnesty international Österreich, Ärzte ohne Grenzen, Christoffel-Blindenmission, GREENPEACE Österreich oder die JOHANNITER-UNFALL-HILFE IN ÖSTERREICH.

ISSN 2222-2464