Tag der Schöpfung am 1. September

Kirchen rufen zu Nachhaltigkeit auf

Wien, (epd Ö) – Die Kirchen in Österreich machen am 1. September, dem „Schöpfungstag“, wieder „in besonderer Weise auf die Dringlichkeit eines nachhaltigen Lebensstils“ aufmerksam. Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich lädt um 18 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Lutherische Stadtkirche in der Wiener Innenstadt. Das Motto lautet: „Die Schöpfung – Haus Gottes für alle“. Eine orthodoxe Segnung von Brot, Öl und Wein soll die Verantwortung für den Umgang mit den Gaben der Erde verdeutlichen.
Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates, der lutherische Altbischof Herwig Sturm, erhofft sich vom Gottesdienst spirituelle Impulse für einen neuen nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung und gegen die Umweltzerstörung. Für die Gestaltung des Gottesdienstes zeichnen u. a. die Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche in Österreich, die Bewegung „Klima fair bessern“ und die Pilgrim-Schulen verantwortlich.
Der „Schöpfungstag“ war 1989 vom damaligen Ökumenischen Patriarchen, Dimitrios I., in den liturgischen Kalender der Kirche von Konstantinopel eingefügt worden. Der Patriarch lud damals die ganze „orthodoxe und christliche Welt“ ein, jeweils am 1. September „zum Schöpfer der Welt zu beten“.
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich hat 2008 beschlossen, die Anregungen des Ökumenischen Patriarchen aufzunehmen und die Feier des „Schöpfungstages“ sowie der „Schöpfungszeit“ (1. September bis 4. Oktober, Fest des Heiligen Franziskus von Assisi) allen Mitgliedskirchen zur Aufnahme in ihre liturgischen Kalender zu empfehlen.

ISSN 2222-2464