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Superintendentenkonferenz: Form des Hirtenbriefs für Ausdruck persönlicher Betroffenheit „nicht angemessen“

Synodalausschüsse tagten in Linz

Linz (epd Ö) – Die Superintendentenkonferenz hat am Donnerstag, 6. November, in gemeinsamer Sitzung mit dem Kärntner Superintendenten Mag. Manfred Sauer festgestellt, „dass die Form des Hirtenbriefs für den Ausdruck der persönlichen Betroffenheit anlässlich des Todes von Landeshauptmann Dr. Jörg Haider nicht angemessen war“. Der Superintendentenkonferenz, die begleitend zur Sitzung der Synodalausschüsse A.B. und H.B. am 6. November in Linz tagte, gehören die Superintendenten bzw. die Superintendentin der insgesamt sieben evangelisch-lutherischen Diözesen sowie der Bischof an.

Die Synodalausschüsse hatten am Vortag die Gedenkstätte Schloss Hartheim besucht. In einer Erklärung treten die Leitungsgremien der evangelischen Kirchen „für eine menschliche Gesellschaft und gegen Rassismus“ ein. Das soziale Klima werde zunehmend von Mitleidlosigkeit und Kälte bestimmt. „Eine erbarmungslose Konkurrenzgesellschaft erhöht den Leistungsdruck und die Arbeitshetze. Asylsuchende und Schwache werden dann zu Sündenböcken gestempelt für vieles, was im eigenen Leben und in der Gesellschaft insgesamt schiefläuft“, heißt es in der Erklärung, die gemeinsam mit dem Evangelischen Oberkirchenrat A.u.H.B. verabschiedet wurde.

Wie der Vorsitzende des Synodalausschusses A.B. und Präsident der Synode, RA Dr. Peter Krömer, berichtet, beschäftigten sich die beiden Synodalausschüsse in der gemeinsamen Sitzung ausführlich mit der mittel- und langfristigen Finanzplanung. Der Oberkirchenrat A.u.H.B. wurde nun von den Synodalausschüssen beauftragt, bis Ende März 2009 einen Aufgaben- und Prioritätenkatalog der Evangelischen Kirche A.u.H.B. zu erarbeiten, ebenso soll dies für den Bereich der Evangelischen Kirche A.B. erstellt werden. „Im Wesentlichen geht es um die inhaltliche Klärung, welche übergemeindlichen Aufgaben zur Unterstützung der konkreten kirchlichen Arbeit in den Pfarrgemeinden die Evangelische Kirche A.B. sowie A.u.H.B. hat, und hier Schwerpunkte zu setzen“, so Krömer. Anfang April wollen sich die Synodalausschüsse wieder in einer außerordentlichen Sitzung dem Thema Finanzen widmen. Was die Einnahmenseite betrifft, beauftragte der Synodalausschuss A.B. die Kirchenbeitragskommission, bis Ende Mai Vorschläge zur Steigerung des Kirchenbeitrags und zu dessen Aufteilung zwischen Gesamtkirche, Superintendenzen und Pfarrgemeinden zu erarbeiten.

ISSN 2222-2464