Superintendent Dantine würdigt Marko Feingold

Marko Feingold überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter auch jenes in Auschwitz (Bild). Bis ins hohe Alter hielt er Vorträge und ermutigte zur Zivilcourage. Foto: pixabay
Marko Feingold überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter auch jenes in Auschwitz (Bild). Bis ins hohe Alter hielt er Vorträge und ermutigte zur Zivilcourage. Foto: pixabay

„Mahner für Menschlichkeit und Vermittler zwischen den Religionen“

Salzburg (epdÖ) Marko Feingold, Österreichs ältester Holocaust-Überlebender, ist am Donnerstag, 19. September, im Alter von 106 Jahren verstorben. In einem Kondolenzschreiben würdigt der evangelische Superintendent der  Diözese Salzburg-Tirol, Olivier Dantine, den langjährigen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg als „Mahner für die Menschlichkeit“ und „Vermittler zwischen den Religionen“.

Die Begegnung zwischen den Religionen seien ihm immer „ein großes Anliegen gewesen“, schreibt der Superintendent, Feingolds Verdienste um das Wachhalten der Erinnerung an die Verbrechen der Shoah seien „unermesslich groß“. Beeindruckt zeigt sich Dantine, wie der mehrfache KZ-Überlebende seine Erinnerungen „zwar eindringlich und deutlich, aber immer ohne Verbitterung und sogar mit einer Prise Humor“ vermittelt hat. Auf diese Weise habe Feingold „immer die Tür zur Versöhnung offengehalten“, betont der Superintendent.

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ISSN 2222-2464