Star-Architekt Wolfgang Prix entwarf neue evangelische Kirche in Hainburg

Weiland: Sichtbares Symbol der Versöhnung

Hainburg (epd Ö) – Der renommierte Architekt Wolfgang Prix von Coop Himmelb(l)au hat die neue evangelische Kirche in Hainburg entworfen. Am Mittwoch, 4. Februar, wurde das Modell im Rathaus in Hainburg erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Hainburg erlebe hier einen besonderen Akzent, weil mit Prix einer der weltweit renommiertesten Architekten bereit sei, sich den „architektonischen und künstlerischen Herausforderungen des Kirchenbaus zu stellen“, sagte der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland bei der Präsentation. Der Bau des aus Hainburg stammenden Architekten – er plante gerade ein 300.000 m2 umfassendes Konferenz-Zentrum in China – rücke die „sichtbaren Glaubensbesonderheiten einer evangelischen Kirche wie Kreuz, Altar mit Bibel und Taufbecken“ in den Mittelpunkt.

Den Entwurf hat Prix kostenlos der Stadt und der evangelischen Kirche zur Verfügung gestellt. Er sieht drei schneckenförmige Lichtöffnungen als Dachkonstruktion und eine große, einen Glockenturm andeutende Skulptur vor. Bei der Präsentation erntete das Modell von den zahlreichen BesucherInnen großen Beifall. Die Dachkonstruktion garantiere, so Weiland, nicht nur eine besondere Lichtführung. Jeder Lichteinlass stehe für eine Person Gottes, zusammen seien sie „Zeichen der Trinität“. Wie der Superintendent ankündigte, soll die neue „Dr.-Martin-Luther-Kirche“ 2011, im Jahr der Landesausstellung, eröffnet werden. Die neue Kirche sieht Weiland auch als „sichtbares Symbol der Versöhnung“: Gebaut wurde auf dem Grundstück der ehemaligen Martinskirche, deren Karner heute noch sichtbar ist. In der Reformationszeit wurden in der Martinskirche evangelische Gottesdienste gefeiert.

ISSN 2222-2464